
(Arrival – Male A, clear calm baritone; soft wooden resonance) Bemerke für einen Moment einen Klang in deiner Nähe. Vielleicht diese Stimme. Vielleicht ein Geräusch aus deinem Zimmer. Du musst es nicht angenehm finden. Ein neutrales Geräusch genügt. Du kannst deine Augen offen lassen und so sitzen oder liegen, wie es gerade passt. (Focus – Male A, measured speech; long pauses) Wenn du möchtest, wähle nun einen etwas ferneren Klang. Er muss nicht wirklich weit entfernt sein. Es kann ein leiser Anteil der Musik sein. Oder ein Geräusch, das vom Fenster herkommt. Höre einen Moment dorthin. Und dann wieder zu dieser Stimme. Du entscheidest, wann deine Aufmerksamkeit wechselt. (Layer – Female B, quiet; overlap final phrase only) Hierhin. Und wieder dorthin. (Deepening – Male A, natural gentle pacing) Vielleicht probierst du diesen kleinen Wechsel noch einmal. Nah. Etwas ferner. Und dazwischen der Kontakt zur Unterlage. Du brauchst nichts auszublenden. Für einen Augenblick darf nur eine Sache im Vordergrund stehen. Alles andere kann mit da sein, ohne dass du dich sofort darum kümmern musst. Wenn du lieber bei einem einzigen Klang bleibst, ist auch das möglich. Verweile dort, solange es angenehm oder neutral ist. Vielleicht bemerkst du, wie ein Ton beginnt und irgendwann endet. Danach folgt nicht sofort eine Aufgabe. Nur ein weiterer Moment, den du wahrnehmen kannst. (Layer – Female B, softer; overlap final sentence only) Ein Moment dazwischen. (Everyday scene – Male A, clear solo direction) Stell dir, wenn du möchtest, eine ganz gewöhnliche kleine Unterbrechung vor. Eine Nachricht erscheint, während du gerade etwas anderes erledigst. Kein Notfall. Nichts, das sofortige Aufmerksamkeit braucht. Bleib bei diesem einfachen Beispiel, oder verzichte auf die Vorstellung und höre nur zu. Vielleicht wäre dein erster Impuls, gleich nachzusehen oder sofort zu antworten. Du musst diesen Impuls nicht wegdrücken. Du kannst ihn für einen Augenblick bemerken: Da ist der Wunsch zu reagieren. Und dann prüfen, ob du ihm jetzt folgen möchtest. (Layer – Female B, warm low voice; overlap final words only) Bemerken. Dann wählen. (Choice – Male A, grounded and unrushed) In dieser vorgestellten Situation kannst du dir einen kleinen Zwischenraum erlauben. So lang, wie es für dich sinnvoll ist. Vielleicht nur einen Augenblick. Dein Atem darf dabei weiter von selbst kommen und gehen. Was wäre jetzt hilfreich? Die begonnene Zeile beenden? Die Nachricht später lesen? Oder bewusst kurz nachsehen, weil du dich dafür entscheidest? Es gibt hier keine vorgeschriebene richtige Antwort. Du übst nur, einen Schritt wahrzunehmen, der sonst leicht unbemerkt geschieht. Ein Gefühl darf dabei vorhanden sein. Ungeduld muss nicht erst verschwinden. Du kannst entscheiden, wie du mit einer alltäglichen Unterbrechung umgehen möchtest, während das Gefühl noch da ist. (Layer – Female B, gently; overlap final phrase only) Mit dem Gefühl. Mit einer Wahl. (Rehearsal – Male A, clear solo speech; sparse music) Nach deiner Sitzung kannst du diesen Versuch bei einer harmlosen Unterbrechung einmal ausprobieren. Bemerke zuerst den Impuls. Frage dich kurz: Muss ich jetzt reagieren? Und wähle dann den nächsten Schritt. Wenn etwas wirklich dringend ist, darfst du selbstverständlich direkt handeln. Vielleicht gelingt der kleine Abstand. Vielleicht fällt er dir erst hinterher auf. Auch dann kannst du neugierig bemerken, an welcher Stelle du beim nächsten Mal hinschauen möchtest. Eine einzelne Probe genügt für den Anfang. Du musst daraus keine neue Pflicht machen. (Keep – Female B, alone; warm natural speech) Ich darf bemerken, bevor ich antworte. (Continuation – Male A, alone; steady ambient bed) Lass diese Möglichkeit für einen Moment nachklingen. Jetzt braucht es keine Nachricht und keine Antwort. Du kannst bei einem Klang verweilen, während deine Reise weitergeht. Wenn du deine Sitzung beenden möchtest, höre als Nächstes die Ausleitung. (Instrumental tail – soft wooden resonance and warm pad)

