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Zwischen Ampeln und Morgenlicht

Strophe 1 Jeden Morgen derselbe Himmel, dieselbe Straße, dieselbe Zeit, der Motor summt wie alte Fragen, und ich fahr los, mit, alter, Gewohnheit. Die Häuser ziehn wie stille Zeugen an meinem Fenster sacht vorbei, und irgendwo zwischen roten Ampeln fühl ich mich fern und doch dabei. Pre-Refrain Der Kaffee wirkt, doch nicht auf alles, die Gedanken sind schon viel zu weit, zwischen Pflicht und leisem Hoffen roll ich durch die Müdigkeit. Refrain Zwischen Ampeln und Morgenlicht, such ich etwas, das man nicht verspricht, einen Sinn in all den Wegen, im stummen Fahrn auf nassem Teer. Jeden Tag dieselben Kurven, doch mein Herz fragt leise mehr: Ist das Leben nur das Ankommen, oder lebt es unterwegs viel mehr? Strophe 2 Im Rückspiegel ein halbes Gestern, vor mir liegt ein grauer Plan, links und rechts die fremden Leben, jeder fährt, so gut er kann. Manche blicken hart nach vorne, manche leer, als wär nichts da, doch ich frag mich in dem Schweigen: Wann war ich mir wirklich nah? Pre-Refrain Und die Schilder sagen Richtungen, doch sie sagen mir nicht, wer ich bin, also fahr ich weiter, weiter, durch den Morgen, durch mich hin. Refrain Zwischen Ampeln und Morgenlicht, such ich etwas, das man nicht verspricht, einen Sinn in all den Wegen, im stummen Fahrn auf nassem Teer. Jeden Tag dieselben Kurven, doch mein Herz fragt leise mehr: Ist das Leben nur das Ankommen, oder lebt es unterwegs viel mehr? Bridge Vielleicht sind wir alle Pendler zwischen gestern und dem Ziel, tragen Träume auf den Sitzen, und verlieren doch so viel. Aber manchmal fällt das Licht so durch die Scheibe weich und klar, und für einen kleinen Augenblick spür ich, dass ich lebendig war. Letzter Refrain Zwischen Ampeln und Morgenlicht, find ich Fragen, keine klare Sicht, doch vielleicht liegt in den Wegen mehr Wahrheit als im Zielverkehr. Denn das Leben wächst im Fahren, in dem Wunsch nach etwas mehr, und vielleicht ist all das Suchen schon der Grund, weshalb ich wiederkehr.