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In meinem Leib

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[Tiefe männliche Stimme; langsam, ruhig] Ich gab euch Boden. Ihr zieht Grenzen. Ich gab euch Feuer. Ihr baut Waffen. Ich gab euch Sprache. Ihr erfindet Feinde. [Ya layl — ya layl] Bruder gegen Bruder. Haus gegen Haus. Keiner kennt den Anfang. Keiner findet heraus. [Taiko drums] Gold. Gold. Gold. Ihr tanzt im Kreis und nennt es Fortschritt. Gold. Gold. Gold. Doch Gold macht nicht satt. [Refrain] Ich bin die Erde. Ich trage das Korn. Ich trage das Wasser. Ich trage die Toten. Doch eure Gier, die trag ich nicht. [Hayya — hayya] [Instrumental interlude with crisp, intricate, hypnotic percussion] Ihr messt jeden Atem. Ihr zählt jedes Wort. Maschinen kennen eure Namen. Doch nicht, wen sie begraben. Ihr habt Hände aus Stahl und Herzen aus Eis. Ihr kennt von allem den Wert. Von nichts mehr den Preis. [Refrain] Ich bin die Erde. Ich trage das Korn. Ich trage das Wasser. Ich trage die Toten. Doch eure Gier, die trage ich nicht. [Schwere Trommeln; kurze Rufe] Mehr. Mehr. Mehr. Nehmt. Nehmt. Nehmt. Nehmt mehr. Nehmt noch mehr. Nehmt immer mehr. Bis Brot zum Pfand wird. Bis Wasser Geld bringt. Bis nur noch einer herrscht und niemand mehr singt. [Instrumental] [Sehr ruhig] Ihr fragt nach Frieden und wetzt die Messer. Ihr sprecht von Ordnung und füllt die Gräber. Ihr nennt es Sieg, wenn Städte schweigen. Ich trage ihre Trümmer wie Splitter in meinem Leib. [Einzelner Taiko-Schlag] Auch Sieger enden – in mir. Kein Gold folgt ins Grab. Ruhm ernährt kein Kind. [Finaler Refrain] Ich bin die Erde. Ich trage das Korn. Ich trage das Wasser. Ich trage die Toten. Doch Euren Irrsinn, den versteh ich nicht. [Rhythmisch] Teilt das Brot. Senkt das Schwert. Löst eure Hände vom goldenen Kalb. Teilt das Brot. Senkt das Schwert. Was ihr zerstört, kehrt nicht zurück. [Ya layl — hayya] [Letzte tiefe Schläge] Gold macht nicht satt. Gold löscht keinen Durst. Gold kennt keinen Bruder. Gold kennt keinen Verlust. [Flüsternd] Doch – Ich schon. Doch ich schon.