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An einem Tag im November

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V6

Der Markt macht heute früher Schluss, die letzten Kisten werden leer. Ein Mann verkauft noch rote Äpfel, viel Kundschaft kommt wohl nicht mehr. Die Blumenfrau zählt ihre Münzen, der Bäcker räumt die Schilder rein. Ich geh die alte Straße runter, hier war ich lange nicht allein. Und an der Ecke vor dem Kino fällt mir auf einmal wieder ein: An einem Tag im November hab ich dich wiedergeseh'n. Nur in Gedanken, für Sekunden, und trotzdem war es schön. An einem Tag im November ging ich denselben Weg wie damals. Ich musste plötzlich lächeln, und ging dann einfach weiter. Das kleine Kino gibt's nicht mehr, jetzt werden dort Fahrräder verkauft. Wo früher unser Tisch am Fenster stand, hat jemand alles umgebaut. Ich weiß noch, wie du immer sagtest, wir hätten alle Zeit der Welt. Wir hatten nicht in allem recht, doch manches hat uns gut gefallen. Und an der Ecke vor dem Kino fällt mir auf einmal wieder ein: An einem Tag im November hab ich dich wiedergeseh'n. Nur in Gedanken, für Sekunden, und trotzdem war es schön. An einem Tag im November ging ich denselben Weg wie damals. Ich musste plötzlich lächeln, und ging dann einfach weiter. Ich frag mich nicht, wo du heut bist, und ob du manchmal an mich denkst. Es ist schon gut, so wie es ist, auch wenn man manches nie vergisst. An einem Tag im November hab ich dich wiedergeseh'n. Nur in Gedanken, für Sekunden, und diesmal tat es gar nicht weh. An einem Tag im November ging ich denselben Weg wie damals. Ich musste plötzlich lächeln, und ging dann einfach weiter. Der Markt ist längst geschlossen. Ich nehm noch zwei Äpfel mit.