
...nicht leichter ... nicht leichter ... bis morgen ... Die Kaffeetasse steht noch da von gestern Nacht. Ich habe wieder viel zu lang nur nachgedacht. Die Wohnung schweigt, das Licht wirft Schatten an die Wand, und jedes lose Ende rutscht mir aus der Hand. Du sagst, es hat doch alles Zeit,das läuft nicht weg, doch das Verschieben tarnt sich nur als Selbstzweck. Ich sag’s dir leise, nur damit du merkst, wie nah das hier noch geht: Man wird nicht leichter, wenn man alles nur bis morgen verschiebt. Der Rucksack wächst mit jedem Tag, an dem man flieht, bis man vor lauter Bergen keinen Ausweg sieht. Es sind die Kleinigkeiten, die sich leise stauen. Die Worte, die wir uns schon lang nicht mehr vertrauen. Ein unerledigter Brief, ein Blick, der uns missbraucht, ein stummes Zögern, das sich zwischen uns aufbaut. Du denkst, der nächste Morgen bringt die neue Kraft, doch Aufschub ist ein Dieb, der keine Freiheit schafft. Ich sag’s dir leise, nur damit du merkst, wie nah das hier noch geht: Man wird nicht leichter, wenn man alles nur bis morgen verschiebt. Der Rucksack wächst mit jedem Tag, an dem man flieht, bis man vor lauter Bergen keinen Ausweg sieht. Also lass uns anpacken, was uns heute drückt. Bevor der Zeiger weiter in die Zukunft rückt. Ein schweres Herz wird durch das Warten niemals leicht – schau hin, bevor die Nacht dem nächsten Morgen weicht. Ich sag’s dir leise ... ganz nah ... Lass es nicht stehen. Nicht bis morgen.

