********************** ©giorgiocliche 2025 – All rights reserved. ********************** [Spoken] „Lychener Straße, Ecke Danziger. Tür klemmt, stinkt nach altem Fett. Fleischhaken wackeln, Putz bröckelt. Vadder glotzt rum und sagt: ‘Dit wird unser Laden.’ Ick denk nur: ‘Na jut… versuchen wa’s.’“ [Verse 1] Feuchte Wände, modriger Mief zieht rin, Kacheln bröseln ab – allens klappert ohne Sinn. Die Fleischhaken wackeln, quietschen schräg im Raum, Die Partei-Gesichter glotzen – wie alter Fahnenkram. Vater flucht leise: “Dit hier is’ ’ne Zumutung, Mann!” ick halt die Stirnfunzel – der Strom haut wieder knallhart ran. Vom Hof pfeift’s rin, kalt wie an der Kastanienallee im März, doch irgendwie spür’n wa: det Ding hier kriegt vielleicht ’nen Wert. [Pre-Chorus 1] Neue Tage, altes Loch – und wir zwei voll im Dreck, der blöde Betonwall draußen: weg, aber im Kopp noch eckig wie Schmierfett. [Chorus] Was ist los?!! Hammer rutscht, ’n Rohr spritzt, det allet hängt windschief da. Was ist los?!! Wir zieh’n dit trotzdem durch – egal, wie’s war. Was ist los?!! Staub im Odem, Ärger im Magen – na und? Was ist los?!! Aus’m alten Schlachterschacht – mach’n wa unsern Mund. [Verse 2] Die Tür fällt ab – die Schrauben warn Ost-Zeug, völlig weich, der Bohrer jault und stinkt wie’n alter Kaufhallen-Schacht am Teich. ’n Sack Zement platzt offen, staubt den janzen Raum voll grau, der Mörtel hält nisch, jede Fuge rutscht wie’n schiefer Bau. Am Tresen rosten Leitungen, funken springen kreuz und quer, vom Hof rinnt Feuchte runter, macht die Kacheln wieder schwer. Durchs Fenster zieht Frittenmief von Konnopke’s um die Eck, und ick stapf über Ziegel, Kabelsalat und Werkzeugdreck. [Pre-Chorus 2] Zwei störrische Kerle, ein krummer Plan, und draußen rutscht die alte Zeit langsam von dann’. [Chorus] Was ist los?! Hammer rutscht, ’n Rohr spritzt, det allet hängt windschief da. Was ist los?! Wir zieh’n dit trotzdem durch – egal, wie’s war. Was ist los?! Staub im Odem, Ärger im Magen – na und? Was ist los?! Aus’m alten Schlachterschacht – mach’n wa unsern Mund. [Bridge – Calm] Die Stadt geht uff – aber der Schnabel hängt noch im Damals fest, ick kleb die Zukunft an jede bröslige Wand wie ’n hungriger Gast. Vater murmelt: “Junge… dit hier lohnt, auch wenn’s kracht,” und kloppt die letzte Fliese dran – halb schief, aber irgendwie mit Macht. [Breakdown] ’n Kabel funkt – wir prusten los, chaos is manchmal der beste Stoß. Wat war – bleibt laut. Wat kommt – sieht jut aus. [Final Chorus] Was ist los?! Hammer rutscht, Wasser spritzt – aber det hält uns nich uff. Hei-hei-hei! Was ist los?! Altbau spinnt – doch wir nehm’n dit als neuen Zündstoff. Was! Hei! Was ist los?! Alles schräg – aber genau so dreht sich Berlin. Was ist los?! Vater und ick – und det hier fühlt sich langsam richtig an, mittendrin. [Outro - spoken + guitar] “Lychener Straße… Ecke Danziger. Die Tür quietscht, klar. Aber sie geht uff. Und dit reicht erst mal, wa.”


