
Ich bin der Hexe gar zu gut ich wollt ich wär es nicht seh ich sie nur, so steigt das Blut mir alles ins Gesicht Weiß leider nicht recht, wie mir ist oft denk ich so bei mir hättst du nur einmal sie geküsst wie wohl, woie wohl wär dir Tagtäglich liegt sie mir im Sinn und abends wenn ich kaum halb dämmernd eingeschlummert bin so neckt sie mich im Traum Was war ich sonst ein Lerl — und nun ich bin fast wie verrückt denn all ihr Wesen all ihr Tun hat ganz mein Herz bestrickt Seh ich sie da im Tanz so flink wird mir ums Heru so warm dann denk ich zitternd: Michel, spring! jetzt spring ihr in den Arm Und dann hab ich das Herz doch nicht und steh und gaff sie an was doch ein lumpig schön Gesicht für Wirrwarr machen kann Spaßt dieser oder der mit ihr beim Abendzeitvertreib O weh! So ist´s als führe mir ein Messer durch den Leib Ich suche sie und find ich sie so beug ich plötzlich aus und schleiche, menschenscheu als wie ein Bösewicht, nach Haus Zur Schenke geh ich ebenso verdrießlich und so faul als wie zum Dienst; ist alles froh hängt Michel doch das Maul Wenn alles laut juchheit und lacht so sitz ich stumm und dumm und wie aus einem Traum erwacht seh ich mich schüchtern um Ich habe tag und Nacht nicht Ruh mein Aug ist trüb und hohl oft hör ich, flüstert man sich zu was fehlt doch Micheln wohl Was fehlt ihm? Wann man ist vergafft ist alle Freude hin Schafft mir das Mädchen, oder schafft es mir aus meinem Sinn

