
[Verse] Früher haben wir uns noch gefragt, was der andere will. Mittlerweile kennen wir uns so gut, und wir bleiben beide still. Wir haben uns nichts mehr zu erklären, jeder weiß, was der andre meint. Vielleicht ist genau das der Grund, warum unsere Beziehung kleiner zu werden scheint. [Pre-Chorus] Man merkt oft nicht, wann es Alltag wird, weil eigentlich nichts anders ist. Was gestern noch besonders war, nimmt man heute nur noch beiläufig wahr. [Chorus] Zu selbstverständlich, dass du neben mir einschläfst. Zu selbstverständlich, dass du morgens mit mir aufstehst. Ich hab mich so daran gewöhnt, dass du einfach bei mir bist, dass mir gar nicht aufgefallen ist, wie schön das eigentlich ist. Man sollte manches öfter sagen, ein ich mag dich, ich brauch dich. Damit man zeigt man nimmt den anderen nicht: Zu selbstverständlich Zu selbstverständlich [Verse] Wir kennen unsere Lieblingsfilme, wissen, wann der andre Ruhe braucht. Ich weiß, wie du deinen Kaffee trinkst, und was dich morgens schon schlaucht. Wir teilen uns die kleinen Sachen, ohne groß darüber nachzudenken. Wir wissen längst, was der andre braucht, und das ganz ohne dass man noch hinschaut. [Pre-Chorus] Man vermeidet große Fragen, wenn alles angenehm geworden ist. Man hält Vertrautheit für ein Versprechen und übersieht, dass es möglich ist, dass auch sie vergeht. [Chorus] Zu selbstverständlich sind die Abende auf unserem Sofa. Zu selbstverständlich dass wir zusammen lachen. Ich merk nicht jedes Mal bewusst, wie gut sich dieses Leben anfühlt, wenn wir etwas gemeinsam machen. Man sollte manches öfter zeigen, ein kleines Danke, ein ich spür dich. damit man weiß, hier ist nichts: Zu selbstverständlich Zu selbstverständlich [Verse] Früher fiel mir jedes Lächeln auf, heute passiert es nebenbei. Deine Hand die mich streichelt, und ich denk mir nicht viel dabei. Dabei sind es genau die Momente, die unser ganzes Leben prägen. Ich hab nur aufgehört, sie als besonders anzusehen, weil sie sich jeden Tag so ergeben. [Bridge] Wie oft wartet man auf später, statt den Augenblick zu sehen? Wie oft glaubt man, schöne Dinge würden einfach immer weitergehen? Das hier ist keine Frage, ob irgendetwas fehlt. Vielmehr geht es darum, dass man merkt, was man schon hat und dazu steht. Seitdem seh ich dich ein bisschen anders, obwohl nichts an dir anders ist. Ich hab nur wieder angefangen, zu bemerken, wie besonders du bist. [Final-Chorus] Zu selbstverständlich soll mir der Platz an deiner Seite niemals sein. Auf zu selbstverständlich Lass ich mich nicht mehr ein. Ich will mich ruhig daran gewöhnen, dass du neben mir liegst. Aber niemals daran, dass es nichts Besonderes ist. [Outro] Man muss sich gar nicht viel verändern, damit man das Besondere wieder sieht. Es reicht es schon, wenn man innehält und merkt, wie gut es einem damit geht. Nicht weil etwas anders geworden ist, sondern weil man wieder anders hinschaut. Auf all die kleinen Dinge, auf die man längst so beiläufig vertraut. Zu selbstverständlich... Zu selbstverständlich... nicht mehr für mich....

