
Komm, Liebling, komm, wir wollen scheiden gehen Die Erde hat es uns so leicht gemacht Ich kann nicht trauernd vor dem Abschied stehen, Wenn er so froh in deinen Augen lacht. Wir wollen Hand in Hand uns niederlegen; Zwei Särge, doch ein Grab, so soll es sein, Und über uns des ewgen Vaters Segen, Doch nie und nimmermehr ein Leichenstein! Und rollt die Erde auf die Särge nieder, So lächeln wir beglückt einander zu. Man singt uns zwar vielleicht dann Sterbelieder, Doch die Gestorbnen sind nicht ich und du. Wir haben ja nur das zurückgegeben, Was von der Erde uns geliehen war, Und stehen beide als vereintes Leben Bei unsern Sängern, wenn auch unsichtbar. Die letzte Stunde naht. Am Firmamente Wird Licht um Licht vom Vater aufgestellt. Er ladet uns zur stillen Jahreswende, Zum neuen Sein dort in der andern Welt. Schau auf! Du sollst in meinen Sternen lesen, Was in den deinen längst geschrieben lag: Wir sind auf Erden nur verlobt gewesen; Der Todestag ist unser Hochzeitstag!

