
[Strophe 1] Früher bin ich losgegangen, wenn die Nähe leiser wurde. Hab die Lücken zugemacht, hab getragen, was uns fehlte. Hab gesucht in jedem Schweigen, hab versucht, dich zu erreichen. Doch dabei hab ich vergessen, bei mir selbst zu bleiben. [Pre-Chorus] Heute spür ich diese Sehnsucht, ohne ihr sofort zu folgen. Ich muss nichts reparieren, ich muss nichts erzwingen. [Refrain] Ich bleibe hier, auch wenn ich dich vermisse. Ich bleibe hier, und renne nicht mehr los. Ich liebe dich, doch ich verlasse mich nicht mehr. Ich öffne meine Hände und lass dich selber kommen. Wenn du mich willst, dann geh auch du ein Stück. Ich muss nicht immer der Weg zurück sein. Ich bleibe hier – bei mir, bei meinem Herzen. Und was von dir kommt, darf wirklich von dir kommen. [Strophe 2] Ich muss deine Stille nicht mehr für dich mit Bedeutung füllen. Muss nicht wissen, was du fühlst, muss nicht zwischen Zeilen suchen. Vielleicht brauchst du deine Räume, vielleicht brauchst du deine Zeit. Und ich darf trotzdem wissen: Meine Nähe ist nicht verloren. [Pre-Chorus] Denn Liebe wird nicht kleiner, nur weil ich einmal stehen bleibe. Und Verbindung wird nicht schwächer, wenn ich nicht ständig nach ihr greife. [Refrain] Ich bleibe hier, auch wenn ich dich vermisse. Ich bleibe hier, und renne nicht mehr los. Ich liebe dich, doch ich verlasse mich nicht mehr. Ich öffne meine Hände und lass dich selber kommen. Wenn du mich willst, dann geh auch du ein Stück. Ich muss nicht immer der Weg zurück sein. Ich bleibe hier – bei mir, bei meinem Herzen. Und was von dir kommt, darf wirklich von dir kommen. [Bridge – Mann & Frau] Frau: Ich hab so oft den ersten Schritt gemacht, weil ich Angst hatte, du gehst. Mann: Und vielleicht hab ich mich zurückgezogen, weil ich meinen eigenen Weg nicht sah. Frau: Doch ich kann dich nicht für uns beide tragen. Mann: Und ich kann nicht erwarten, dass du immer zu mir kommst. Beide: Vielleicht beginnt genau hier ein anderes Miteinander: Nicht einer zieht den anderen, nicht einer wartet auf den anderen. Wir dürfen beide wählen. Wir dürfen beide kommen. Wir dürfen beide bleiben. [Letzter Refrain – gemeinsam] Ich bleibe hier, auch wenn ich dich vermisse. Du darfst kommen, wenn dein Herz dich zu mir führt. Ich liebe dich, doch ich verliere mich nicht mehr. Ich öffne meine Hände – nicht um dich festzuhalten. Ich bleibe hier, und du darfst deinen Weg gehen. Und wenn wir uns begegnen, dann nicht, weil einer zieht. Sondern weil zwei Menschen sich füreinander entscheiden. [Outro] Ich muss nicht gehen, damit du bleibst. Ich muss nicht rufen, damit du mich hörst. Ich muss nicht kämpfen um das, was echt ist. Ich bleibe hier. Bei mir. Und du darfst kommen. ❤️

