
Sie sitzt auf einem Thron aus zersplittertem Spiegelglas jede Scherbe zeigt ein anderes Gesicht, das nie ihres war die Krone wächst aus ihren Schläfen, Dornen aus purem Wahn und wenn sie blinzelt, zerbricht die Welt ein Stückchen mehr Königin des Wahn – sie regiert mit leisem Lachen jeder Gedanke, den sie haucht, wird zur offenen Wunde sie küsst dich sanft – und deine Vernunft zerfließt wie Wachs in ihren Händen, schwarz und süß Königin des Wahn – ihre Augen sind leere Spiegel wer hineinsieht, sieht nur noch sich selbst – verzerrt, erweitert sie flüstert „bleib“, und du bleibst – weil Gehen unmöglich wird wenn die Königin des Wahns dich einmal angesehen hat [Instrumental] Ihre Finger weben aus deinen Ängsten neue Tapeten jede Bahn ein Albtraum, den du dir selbst nie eingestanden hast sie tanzt barfuß über deine Erinnerungen und hinterlässt Fußabdrücke aus schwarzem Rauch Die Höflinge knien – Gesichter aus Watte und aus Schreien sie nicken synchron, wenn sie lacht, und brechen, wenn sie schweigt ihr Kleid ist genäht aus den letzten klaren Sekunden die sie dir gestohlen hat, bevor du wusstest, dass sie kam Königin des Wahn – sie braucht keine Armee nur einen einzigen Blick, und du bist ihr Hofstaat dein Verstand wird zum Ballsaal, in dem sie ewig tanzt und die Musik ist das Knacken deiner brechenden Knochen Sie nimmt deine Hand – Nägel aus purem Nichts zieht dich in einen Kuss, der nach Kupfer und nach Vergessen schmeckt deine Zunge wird schwer, teilt sich, wird zu ihrer und plötzlich lachst du mit – weil ihr Lachen jetzt deins ist Kein Morgen bricht mehr an in ihrem Reich nur dieses ewige Zwielicht aus Grau und aus Irrsinn sie lehnt sich zurück, streicht über deine Wange und flüstert: „Willkommen zu Hause, mein Liebling“ [Instrumental] Königin des Wahn – sie regiert mit leisem Lachen jeder Gedanke, den sie haucht, wird zur offenen Wunde sie küsst dich sanft – und deine Vernunft zerfließt wie Wachs in ihren Händen, schwarz und süß Königin des Wahn – ihre Krone ist aus deinen Tränen ihr Thron ist aus deinen gebrochenen Versprechen gemacht sie flüstert „für immer“, und du nickst – weil Widerstand nur eine andere Art ist, ihr zu dienen – ewig, ewig, ewig

