Hier habe ich altbackene Kirchenmusik in die Gegenwart geholt: Eine moderne Klangwelt, die Barocktext von Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen (Johann Heermann, 1630) neu interpretiert und mit zeitgenössischem Musik-Elementen versehen. Kirchenmusik muss nicht langweilig klingen – hör mal rein. Text zum mitsingen oder lesen wie immer in den Untertiteln. _________________________________________________________________________ Verse außer der Chorus aus dem Liedtext "Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen", von Johann Heermann (1630) / (*1585 †1647) musikalisch in die heutige Zeit geholt, denn Kirchenmusik muss aus meiner Sicht nicht unbedingt altbacken und langweilig sein. Johann Heermann (auch Johannes Heermann) war ein deutscher evangelischer Theologe und Kirchenliederdichtern der Barockzeit. Er dichtete etwa 400 Lieder. Heermann wird als „Sänger der Trübsal und des Kampfes, doch auch des ungebrochenen Glaubensmuts“ beschrieben. Von 1611 bis 1638 war er Pfarrer in Köben an der Oder (Niederschlesien). Langes Siechtum zwang ihn, vorzeitig sein Amt niederzulegen. Vor den Kriegsnöten flüchtete er nach Lissa in Polen. Dort starb er 1647. _________________________________________________________________________ Keywords/Tags: #Kirchenmusik #Gotteslob #JohannHeermann #HerzliebsterJesu #O Herr vergib mir meine Schuld #Techno #ElektronischeKirchenmusik #ModerneKirchenmusik #Kunstmusik #Glaube #Kunstprojekt Social-Kurztext: O, Herr, vergib mir meine Schuld – Barocktext trifft zeitgenössische Elektronik. Jetzt hören und fühlen. Gruß Robert #kimusic #kimusik #aimusic [very long Intro] [singing from sad to curious] Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen, dass man ein solch hart Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Misse-taten bist du geraten? [singing from sad to angry] Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet; du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz ge-henk-et. [Chorus] O, Herr, vergib mir meine Schuld. Verzeih, wo ich dich hab betrübt und wo ich nicht genug geliebt. O, Herr, vergib, Herr, hab Geduld. [sing questioningly] Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen; ach mein Herr Jesu, ich hab dies verschuldet, was du erduldet. [singing from questioning to accusatory] Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herr, der gerechte, für seine Knechte. [Chorus] O, Herr, vergib mir meine Schuld. Verzeih, wo ich dich hab betrübt und wo ich nicht genug geliebt. O, Herr, vergib, Herr, hab Geduld. [singing from reproachful to angry] Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider Gott misshandelt; der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, Christ wird gefangen. [sing insightfully] Ich war von Fuß auf voller Schand und Sünden, bis zu dem Scheitel war nichts Guts zu finden; dafür hätt ich dort in der Hölle müssen ewiglich büßen. [Chorus] O, Herr, vergib mir meine Schuld. Verzeih, wo ich dich hab betrübt und wo ich nicht genug geliebt. O, Herr, vergib, Herr, hab Geduld. [singing from sad to reproachful] O große Lieb, o Lieb ohne alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du musst leiden. [from singing with appreciation to singing sadly] Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich genugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. [Chorus] O, Herr, vergib mir meine Schuld. Verzeih, wo ich dich hab betrübt und wo ich nicht genug geliebt. O, Herr, vergib, Herr, hab Geduld. [sing questioningly] Ich kann’s mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebes-taten in diesem Werk erstatten? [From sexy to insightful singing] Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, dass sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. [Chorus] O, Herr, vergib mir meine Schuld. Verzeih, wo ich dich hab betrübt und wo ich nicht genug geliebt. O, Herr, vergib, Herr, hab Geduld. [Singing from sad to positive] Weil’s aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. [singing from neutral to insightful] Ach lass mich täglich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten und gerne mich bemühen, deinen Willen stets zu erfüllen. [Chorus] O, Herr, vergib mir meine Schuld. Verzeih, wo ich dich hab betrübt und wo ich nicht genug geliebt. O, Herr, vergib, Herr, hab Geduld. [sing insightfully] Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehme es zu Herzen. [singing from insightful to demanding] Dies alles, ob’s für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseite setzen; in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. [Chorus] O, Herr, vergib mir meine Schuld. Verzeih, wo ich dich hab betrübt und wo ich nicht genug geliebt. O, Herr, vergib, Herr, hab Geduld. [Outro: from questioning to affirmative singing] Wann, o Herr Jesu, dort vor deinem Throne wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. [last Chorus] O, Herr, vergib mir meine Schuld. Verzeih, wo ich dich hab betrübt und wo ich nicht genug geliebt. O, Herr, vergib, Herr, hab Geduld.