
(Strophe 1) Es fängt ganz leise an, ein Grollen irgendwo im Wind. Ich tu so, als wär nichts, doch mein Körper spielt nicht mit. Die Luft wird dichter mit jedem Ton, mein Atem flach, ich spür es schon. Ich zähl im Kopf von zehn zurück – aber die Angst kommt Stück für Stück. (Refrain) Wenn es donnert, verlier ich mich in meinem Kopf. Alles zieht sich zusammen, ich such einen Knopf zum Abschalten, zum Wegsein, nur für einen Moment. Wenn es donnert, bin ich nicht mehr präsent. (Strophe 2) Der Regen prasselt gegen Glas, als würd er sagen: “Du entkommst mir nicht.” Ich sitz im Bad, Tür zugemacht, so klein wie möglich, kein Licht. Ich halt die Ohren fest bedeckt, und jeder Blitz ist wie ein Schnitt. Ich weiß, es geht vorbei – doch mein Körper glaubt mir nicht. (Refrain) Wenn es donnert, spür ich, wie mein Herz sich wehrt. Kein Trost hilft mehr, wenn die Angst sich vermehrt. Ich würd gern stark sein, wär gern frei – doch wenn es donnert, geht es nicht an mir vorbei. (Bridge) Es ist nicht kindisch, nicht übertrieben – es ist echt, es ist geblieben. Seit damals, seit der Kindheit schon – und ich wünschte, ich käme irgendwann damit klar. (Refrain) Wenn es donnert, halt ich mich selbst ganz fest. Ich warte, bis es wieder nachlässt. Ich weiß, es geht vorbei – doch bis dahin ist mein Herz in Alarm, Ich bin nur ein Mensch mit Angst.

