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29. Die drei golden Haare (Folk)

V5

In einem kleinen Dorf, im Morgengrau, da kam ein Kind zur Welt – so still, so schlau. Die Weisen sagten: „Hütet ihn gut, er trägt im Herzen reines Gottesblut.“ Der König hörte’s – und sein Herz wurde schwer, denn Glück für den Jungen bedeutete: *Keins für ihn mehr.* So schickte er Boten, verhüllt und bereit, doch das Schicksal flüsterte: *Nicht heute, nicht zur Zeit.* Er wuchs heran, ein Wanderer, frei, durch Wälder und Flüsse, durch Sturm und Geschrei. Die Welt war hart, doch er blieb mild, ein Mann mit dem Mut eines Königskinds. Er hörte Geschichten von Feuer und Macht, von einem Teufel, der in Tiefen wacht. Und irgendwo zwischen Hoffnung und Pflicht flüsterte eine Stimme: *Hol das Höllenlicht.* **Drei goldene Haare – oh, das Feuer brennt, ein Funken Mut, der die Dunkelheit kennt. Drei goldene Haare – nimm sie mit nach oben, sie tragen dich heim, vom Teufel erhoben. Hey-ya, hey-ya – dein Schicksal steht bereit, hey-ya, hey-ya – der Weg ist hell und weit.** Er traf am See die Fährfrau, alt, die sprach: „Warum bleib’ ich hier, so kalt?“ Die nächste Stadt war trocken und leer, ihr Brunnen stumm, kein Tropfen mehr. Und in der dritten lag ein Baum voll Not, denn seine Äste trugen Früchte – aber alle tot. Der Junge schwor: „Ich finde den Grund, ich bring euch Antworten, so tief, so bunt.“ Er stieg hinab, dort wo Schatten weben, wo Flammen flüstern und Felsen beben. Ein Reich so schwarz wie vergessene Zeit, wo selbst die Furcht sich vor Furcht verneigt. Da sah er den Teufel, rot wie Glut, schlafend, schnaufend – ein Berg aus Wut. Er griff die Haare, eins nach dem andern, und ließ die Antworten aus der Tiefe wandern. **Drei goldene Haare – oh, das Feuer brennt, ein Funken Mut, der die Dunkelheit kennt. Drei goldene Haare – nimm sie mit nach oben, sie tragen dich heim, vom Teufel erhoben. Hey-ya, hey-ya – dein Schicksal steht bereit, hey-ya, hey-ya – der Weg ist hell und weit.** Er brachte die Weisheit zurück ins Land, mit jedem Schritt wurde Licht aus Sand. Die Stadt bekam Wasser, die Früchte erwacht, die Fährfrau endlich von Pflicht entlast’. Er kehrte zurück zu den Menschen voll Hoffen, die Türen der Welt standen wieder offen. Und als der König ihn wieder sah, wusste er: Sein Ende war sonnenklar. Doch der Junge blieb gütig, blieb weise und fein, ließ Gnade walten, ließ Hass nicht rein. Er nahm die Krone – nicht aus Gier, sondern weil das Volk sprach: „Du gehörst zu uns hier.“ Ein König aus Licht, aus Mut und Vertrauen, einer, dem selbst Tiefen Feuer nicht trauen. Und irgendwo zwischen Himmel und Meer ließ er die Haare glänzen – golden und mehr. *(Episches Gitarren-/Geigen-Solo, mit treibenden Drums)* Ohohoh… oh oh… Der Weg brennt hell, der Mut schlägt hoch. Ohohoh… oh oh… Der Held steigt auf, dem Licht entgegen. **Drei goldene Haare – oh, das Feuer brennt, ein Funken Mut, der die Dunkelheit kennt. Drei goldene Haare – nimm sie mit nach oben, sie tragen dich heim, vom Teufel erhoben. Hey-ya, hey-ya – das Märchen wird zur Zeit, hey-ya, hey-ya – dein Glück ist endlich frei.** Ohohoh… oh oh… Drei goldene Haare im Licht… Ohohoh… oh oh… Das Märchen endet – doch dein Feuer erlischt nicht.