
Wir lernen, nicht zu fragen. Wir lernen, still zu sein. Die Räume sind so groß, doch niemand zeigt den Sinn. Wir wachsen in Geschichten, die keiner wirklich singt. Die Worte sind wie Schatten, sie fallen ohne Klang. Und manchmal bleibt ein Fragen, doch es dauert nicht lang. Warum ist alles festgelegt? Warum darf ich nicht sehen? Warum fühlt sich jedes Nein an wie ein Nicht-Verstehen? Sag mir warum darf ich nicht fragen? Sag mir warum muss ich tragen? Sag mir warum ist das Schweigen so laut? Die Großen sprechen leise in Regeln und in Pflicht. Doch ihre Augen sagen Dinge, die ihre Stimme nicht spricht. Vielleicht beginnt das Leben nicht mit Gehorsam. Vielleicht beginnt es dort, wo jemand „Warum?“ sagt und niemand ihn bremst. Sag mir warum darf ich nicht fragen? Sag mir warum zerbricht jedes Fragen? Sag mir warum fühlt sich Wahrheit so fern? Ein Haar… Ein Faden… Ein Leben… Und irgendwo ein „Warum…“

