
[Intro – spoken, deep male voice] Wir standen hier, bevor eure Namen durch die Nacht getragen wurden. Wir hörten den ersten Ruf. Wir sahen die erste Spur. Und wenn Wolf und Rabe durch unsere Schatten gehen, vergessen wir nichts. [Verse 1] Wir sind die alten Bäume, mit Wurzeln tief im Stein. Wir trugen Sturm und Winter und brachen doch nicht ein. Wir sahen viele Wege, die niemand mehr betritt. Wir hörten leise Schritte, wenn ein Herz im Dunkeln litt. Ein Wolf ging oft vorüber, mit Narben tief im Fell. Er suchte keine Krone, nur einen Ort, der ehrlich hält. Und hoch in unseren Zweigen saß schwarz der Rabe still. Er sah, was keiner sehen konnte, und schwieg, wenn Schweigen sprechen will. [Pre-Chorus] Wir kennen eure Schatten. Wir kennen euren Schmerz. Doch unter jeder kalten Rinde schlägt noch ein altes Herz. [Chorus] Hört das Lied der alten Bäume, wenn der Wind durch Äste zieht. Es singt von Wolf und Rabe, von allem, was die Nacht noch sieht. Hört das Lied der alten Bäume, tief im dunklen Forst. Wer hier im Schweigen weiterging, war niemals ganz verlor’n. [Verse 2] Wir sahen Feuer unter Asche, wir sahen Spuren tief im Schnee. Wir sahen Augen voller Müdigkeit und Pfoten voller Weh. Wir sahen Rabenfedern fallen, schwarz auf kaltes Weiß. Wir sahen Monde ohne Wärme, und Herzen, müde, still und heiß. Der Wolf trug viele Nächte, der Rabe trug die Zeit. Und jeder Schritt durch unsere Schatten wurde Teil der Ewigkeit. Nicht alles, was im Wald verstummt, ist wirklich fortgegangen. Manches ruht nur unter Moos, bis neue Stimmen anfangen. [Pre-Chorus 2] Wir brechen nicht an jeder Wunde. Wir fallen nicht bei jedem Sturm. Denn wer tief genug verwurzelt ist, trägt Nacht und bleibt doch stumm. [Chorus] Hört das Lied der alten Bäume, wenn der Wind durch Äste zieht. Es singt von Wolf und Rabe, von allem, was die Nacht noch sieht. Hört das Lied der alten Bäume, tief im dunklen Forst. Wer hier im Schweigen weiterging, war niemals ganz verlor’n. [Bridge – slow emotional build] Wir sahen euch fallen. Wir sahen euch stehen. Wir sahen euch schweigen und trotzdem weitergehen. Wir sahen den Wolf, wenn er nicht mehr rief. Wir sahen den Raben, wenn er einsam schlief. Und als selbst die Nacht kein Zeichen mehr gab, hielten wir Wache über jedem Grab. Nicht aus Trauer. Nicht aus Pflicht. Nur weil der Wald sein Kind nicht vergisst. [Final Chorus – powerful, ancient and solemn] Hört das Lied der alten Bäume, alt wie Stein und schwer wie Zeit. Es trägt die Namen eurer Nächte durch die ganze Dunkelheit. Hört das Lied der alten Bäume, wo kein Mensch mehr Worte fand. Der Wolf im Herz. Der Rabe im Blick. Und Wurzeln tief im Land. Hört das Lied der alten Bäume, wenn der Morgen grau erwacht. Denn was die Nacht einmal berührte, bleibt in uns für alle Nacht. [Outro – spoken, deep male voice] Wir standen hier, als der Wolf noch ging. Wir standen hier, als der Rabe schwieg. Und wenn ihr eines Tages nicht mehr weiterkönnt, lehnt euch an unsere Rinde. Wir erinnern uns. An euch. An Fell. An Feder. An Nacht.

