
05. Sieben Posaunen aus Feuer
[Intro – Sieben kurze Hornsignale, treibende Drums] Sieben Engel an der Schwelle, sieben Stimmen überm Meer. Und der Himmel hob die Hände, als gäb es keine Umkehr mehr. [Strophe 1] Die erste Posaune brachte Feuer, Hagel fiel auf Wald und Feld. Grünes Leben wurde Asche, Rauch verdunkelte die Welt. Bei der zweiten fiel ein Berg wie eine Fackel in die See. Schiffe sanken in den Fluten, und das Wasser färbte sich rot. [Refrain] Blast die Posaunen in den Wind, damit die Menschen hören! Dass wir nicht unsterblich sind, dass Reiche sich zerstören. Sieben Rufe durch die Nacht, sieben Zeichen, die uns mahnen. Wer hat diese Welt gemacht? Wer wird ihre Wege ahnen? [Strophe 2] Bei der dritten fiel ein Stern, Wermut war sein bittrer Name. Brunnen wurden voller Gift, Wasser trug des Todes Samen. Bei der vierten starb ein Teil von Sonne, Mond und Sternenlicht. Und die Menschen sahn zum Himmel, doch die Antwort kam noch nicht. [Refrain] Blast die Posaunen in den Wind, damit die Menschen hören! Dass wir nicht unsterblich sind, dass Reiche sich zerstören. [Strophe 3] Mit der fünften brach der Abgrund, dunkler Rauch verdeckte Licht. Heuschrecken wie Schattenheere, und die Qual wich lange nicht. Bei der sechsten lösten Engel Fesseln an des Euphrats Lauf. Feuer, Rauch und große Heere zogen gegen Menschen auf. Doch die Herzen blieben eisern, keine Umkehr, keine Reue. Gold und Götzen blieben Herren, alte Lügen blieben neue. [Instrumental – Cello-Riff, E-Gitarrensolo] [Bridge – Halbes Tempo] Ein kleines Buch, so süß, so bitter, ein Prophet zwischen Blitz und Gewitter. Zwei Zeugen fielen auf den Stein, doch konnten sie nicht tot nur sein. Sie standen auf, die Erde bebte, und eine Stimme sprach und lebte. [Strophe 4 – Die siebte Posaune] Dann die siebte — hell und klar, riss den Himmel auseinander. Und die Stimme rief hinab: „Sein Reich bleibt über alle Länder! Diese Welt mit ihren Kronen wird dem Herrn und seinem Christus gehören. Und kein Tod und keine Macht können dieses Reich zerstören.“ [Letzter Refrain] Blast die Posaunen in den Wind, lasst die Erde heute hören! Jede Macht, die Menschen bindet, wird die Ewigkeit nicht stören. Sieben Rufe durch die Nacht, sieben Zeichen, sieben Fragen. Doch das Licht, das alles schuf, wird uns durch die Zeiten tragen. [Outro – Orgel und Cello] Die siebte Posaune verklang. Und der Himmel stand offen.

