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Titel: Von der Geige aufs Mofa

Titel: Von der Geige aufs Mofa Strophe 1 Alles fing an mit ’ner Geige im Arm, Lehrer sagte: „Jung, Musik macht stark.“ Nach der Schule Etüden allein, Fenster offen, draußen Fußballschrei’n. Ich zählte Takte, hörte jeden Schuss, drinnen Pflicht, draußen Freiheitsfluss. Refrain Von der Geige aufs Mofa, raus aus dem Raum, Saiten gegen Benzin, Pflicht gegen Traum. Vierzig Sachen, Wind im Gesicht, endlich unterwegs – endlich ich. Strophe 2 Konfirmation, Geld in der Hand, großer Bruder hatte denselben Plan. Geige verkauft, es tat ein bisschen weh, doch der Motor klang wie ein neues „Okay“. Weinrot glänzend, frisch eingefahr’n, wir waren ’ne Gang – nichts konnt’ uns fahr’n. Refrain Von der Geige aufs Mofa, raus aus dem Raum, Saiten gegen Benzin, Pflicht gegen Traum. Vierzig Sachen, Herz schlägt laut, Jugend brennt, weil man sich traut. Bridge (ruhiger → Spannung) Ein falscher Blick, kein Handzeichen gesetzt, quietschende Reifen, die Zeit war zerfetzt. Flug durch die Luft, Asphalt kommt nah, Rolle, Atem – ich war noch da. Strophe 3 Mein Mofa flog weg, zehn Meter weit, Reifen blähte sich, platzte mit Zeit. Mir nichts passiert, nur Adrenalin, ein Mann schreit laut, will Ordnung zieh’n. Doch Spuren sagten mehr als Geschrei, am Ende ging’s vorbei – einfach vorbei. Refrain (kräftiger) Von der Geige aufs Mofa, Glück auf der Haut, man lernt schnell, was man sich traut. Einmal gefallen, wieder stehn, so fängt Erwachsenwerden an zu gehn. Strophe 4 Kaputt nach Haus, der Schaden groß, doch Aufgeben kam nicht in den Schoß. Sonntag für Sonntag Zeit verkauft, Zeitung unterm Arm, an Zukunft geglaubt. Mark für Mark, Stück für Stück, bald lief das Mofa wieder – Glück. Outro Mit fünfzehn dann, ein neuer Schritt, verkauft, was mich getragen hat ein Stück. Doch manchmal hör ich, ganz leis’ im Kopf, wie Geige und Motor sich treffen im Takt.