
[Verse 1] Freitag, kurz vor vier, die Taschen stehen bereit. Jeder weiß, wohin es geht – nur ich kenn keine Zeit. "Bis dann" schallt es in den Flur und macht die Wohnung still. Man hört erst, was fehlt, wenn keiner reden will. [Verse 2] Sonntag seid ihr wieder da, als wär nichts passiert. Jeder erzählt irgendwas, ich hör zu und nick zustimmend. Zwischen allen Sätzen bleibt ein kleiner blinder Fleck. Ich frag schon lang nicht mehr – die Antwort bleibt oft weg. [Chorus] Ich zähl keine Tage, ich kenn ihren Lauf. Freitag geht die Tür zu, Sonntag geht sie auf. Und irgendwo dazwischen fehlt ein kleines Stück von mir. Keiner meint es böse... doch es bleibt bei mir. [Verse 3] Pläne gibt es meistens schon, bevor ich davon weiß. Ich lern, dass auch ein Kalender manchmal leise trennt. Nur Hannah nimmt noch meine Hand, als wär das alles ganz normal. Vielleicht ist genau das gerade meine größte Qual. [Bridge] Ich brauch kein Mitleid. Keinen, der erklärt, wer recht behält. Ich wünsch mir manchmal nur, dass einer kurz an mich mitdenkt. [Final Chorus] Ich zähl keine Tage, ich leb sie einfach durch. Freitag geht die Tür zu, Sonntag kommt ihr zurück. Und egal, was morgen noch aus unserem Leben wird: Für Hannah bleibt mein Platz immer direkt neben ihr.

