
[Intro – Geflüstert, nur Piano] Ich will nur so leben… dass ich schlafen kann. Nicht mehr. Nicht weniger. Alles. [Verse 1 – Langsam, rhythmisch, jedes Wort ein Schlag] Ich steh’ auf, barfuß, blutverkrustet, sturmzerfressen, die Nacht hat mich zerkaut, doch nie mein Herz vergessen, trag’ scharlachrote Narben wie vergold’te Orden, mein Atem riecht nach Wahrheit – für die Welt zu unbequem geworden. Mein Kopf ein Labyrinth aus feuerspeienden Fragen, mein Mund ein Katapult, das Sätze schleudert, die sich trauen – denn Freiheit schmeckt wie Regen auf verbrannter Zunge, wie der allerletzte Atemzug und gleichzeitig der junge. Ich pflanz’ Gedanken in den Asphalt, riss-durchzogen, lass’ Worte wurzelschlagen, wo die Lügen eingefroren – denn Sicherheit plus Freiheit gleich Intelligenz, ‘ne Gleichung, die das System nie lösen will, die Konsequenz: Sie flüstern: „Gib mir deine Freiheit, ich geb’ dir Sicherheit” – das paradoxe Versprechen jeder Tyrannei seit Ewigkeit. Doch echte Sicherheit wächst nicht auf Thronen oder Scheinen, sie wächst in mir, wenn ich nachts die Augen schließ’ – und mich nicht fürchten muss, allein zu sein. [Pre-Chorus – Aufbauend, Streicher setzen ein] Und in meinem Raum gibt’s jede Farbe, auch wenn ihr mich schwarz-weiß Denker nennt – ihr seht die Oberfläche, doch darunter brennt ein ganzer Kosmos, sturmgeboren, sternenübersät. [Chorus – Hymnisch, Chor, volle Produktion] Ich will nur so leben, dass ich schlafen kann, morgens aufsteh’n – nicht für euch – für mich, so fängt es an, jede Träne, die ich heimlich schluck’, ist heut’ Benzin, ich brenn’ den Rahmen nieder – und was bleibt, das bin ich: frei, kristallklar, Mensch, so wie ich bin. [Verse 2 – Intensiver, doppelzeitig, atemloses Tempo] Wahrheit ohne Liebe ist ‘ne Waffe, schussbereiter Stahl – ich hab’ geschossen, ja, im Namen der Moral, brutal, radikal, bis jedes Wort ein Einschlag war, chirurgisch und fatal, bis ich verstand: Die stärkste Kritik kommt aus dem Empathie-Kanal. Denn du bist heimatlos geworden – aus Liebe zur gesamten Menschheit, kein Land, kein Gott, kein Banner hält, was deine Seele an sich reißt, und diese Einsamkeit, die du empfindest – sturmumtost, zerrissen – ist kein Zeichen von Versagen, Bruder, sie ist reines Wissen. Vergebung heißt nicht: „Du hattest recht, ich war der Schwache” – Vergebung heißt: Ich halt’ dich nicht mehr fest in meiner Rachefalle, vergeben ohne zu vergessen, verändern ohne Rache, heilen – zusammen, nicht verdammen – das ist wahre Stärke, keine Schwäche. Leid bleibt Leid, ungeschminkt, unbarmherzig, granithart – doch Stärke ist, wenn du verzeihst und draus die Weisheit sparst, nicht so tun, als hätt’ es nie geschmerzt – nein, every scar is earned, Empathie ist keine Tugend, sie ist Erkenntnis – wer fühlt, der lernt. [Bridge – Nur akustische Gitarre, Spoken Word, verletzlich] Wenn Ausnahmen die Regel bestätigen… dann bin ich hier, um zu beweisen: Die Ausnahme hätte der Normalzustand sein sollen. Ich bin nicht fertig. Ich bin im Werden. Und ich schulde euch kein „Erklär mich”. Ich schulde mir – mich ernst zu nehmen. [Chorus – Wiederholung, noch größer, Chor explodiert] Ich will nur so leben, dass ich schlafen kann, morgens aufsteh’n – nicht für euch – für mich, so fängt es an, jede Träne, die ich heimlich schluck’, ist heut’ Benzin, ich brenn’ den Rahmen nieder – und was bleibt, das bin ich: frei, kristallklar, Mensch, so wie ich bin. [Outro – Leiser werdend, Gospel-Chor, Piano] Wenn es einen Gott gibt… dann sind wir alle nur Teile seines Seins. Vielleicht, weil er einsam war. Und vielleicht vertragen wir deshalb keine Macht – weil der Teil in uns weiß: Wer ganz oben steht… steht wieder allein. [Piano verklingt]

