
(Strophe 1) Auf dem Dach meiner Seele, wo der Himmel ständig reißt, Bin ich ein Seiltanz aus Gewittern, der im Sturm vergeht und weiß. Unter mir der Keller, eine Kreatur mit frostigem Gebrüll, Die mir den Herzschlag fesselt, wenn sie ihren Hunger stillt. Doch der Wind singt Feuerlieder leise, Und die Sterne neigen sich wie uralte Kreise. (Pre-Refrain) Trotzdem dringt aus einem fernen Raum Ein warmer Schein wie ein schüchterner Traum… (Refrain) Ich steh im Flur, wo das Licht langsam wächst, Wie ein Morgenrot, das zaghaft die Dunkelheit lässt. Ich lass Stimmen herein, die mir Frieden versprechen, Doch die Silberschlüssel schützen die dunklen Flächen. Dieses Haus in mir – halb Sturm, halb Gnade – Ist ein atmender Ort, der lebt trotz der Narben. (Strophe 2) Der Keller greift nach meinen Knöcheln, kalt wie ein Knochenspeer, Doch das Erdgeschoss singt Farben, die ich längst verloren glaubte sehr. Manche Räume schweigen wie alte Tresore, bewachen Glasgespenster, Andere hallen mit Schritten von Menschen, die gehen wie leise Fenster. Und jede Wand – rissige, verletzte Haut – Erzählt von den Stürmen, die sie gebaut. (Pre-Refrain) Manchmal ruft das Dach mich wieder hin, Mit einem Himmel, der schmeckt nach fallendem Sinn… (Refrain) Ich steh im Flur, wo das Licht langsam wächst, Wie ein Morgenrot, das zaghaft die Dunkelheit lässt. Ich lass Stimmen herein, die mir Frieden versprechen, Doch die Silberschlüssel schützen die dunklen Flächen. Dieses Haus in mir – halb Sturm, halb Gnade – Ist ein atmender Ort, der lebt trotz der Narben. (Bridge) Ich träume von einem Herz, das hier mit mir klingt, Von einem Mann, dessen Lachen durch die Schatten dringt. Doch Liebe ist ein Gast, der flüstert beim Klopfen, Und ich bin die Tür, die zögert zu hoffen. So halt ich meine kleine Lampe aus Mut Hoch in die Nacht wie ein flackerndes Gut. (Finaler Refrain) Jetzt glüht der Flur in bernsteinem Schein, Ein zerbrechliches Leuchten, das mir sagt: „Du bist daheim.“ Ich lass das Tageslicht in mich hinein, Durch die Risse, die einst meine Mauern schreien. Dieses Haus in mir – noch verwundet, doch frei – Lernt endlich, Mensch zu sein. (Outro) Ja, der Keller summt sein winterliches Lied, Und der Dachfirst bebt, wohin der Himmel zieht… Doch heut Nacht, im Raum zwischen Atem und Schmerz, Spür ich die Wände schlagen — Herz an Herz.

