
Desaparecidos – „Namen ohne Licht“
Desaparecidos – „Namen ohne Licht“ (Deutsch / Spanisch) Strophe I – Der Keller (Deutsch) Die Luft ist schwer, als hätte jemand die Zeit hier unten festgenagelt. Schritte über uns, wie Urteile, die keiner hören will. Ein Name wird geflüstert, doch der Raum verschluckt ihn. Spanischer Ruf – “¿Dónde están?“ „Wo sind sie?“ Refrain – Die Lügen (Deutsch / Spanisch) Die Wände erzählen Geschichten, die niemand glauben darf. Mentiras en cada piedra, verdades enterradas. Lügen in jedem Stein, Wahrheiten begraben. Und draußen sagt man, niemand sei verschwunden. Strophe II – Die Folter (Deutsch) Nicht die Schreie tun am meisten weh. Sondern das Schweigen danach. Ein Stuhl, der zu viel weiß. Ein Licht, das niemandem gehört. Und Namen, die man uns nimmt, wie man Schatten nimmt. Spanischer Ruf – “No hay salida…“ „Es gibt keinen Ausgang…“ Refrain – Die Hoffnungslosigkeit (Deutsch / Spanisch) Die Hoffnung stirbt nicht. Sie wird langsam ausgehungert. La noche no termina, la puerta no se abre. Die Nacht endet nicht, die Tür öffnet sich nicht. Und oben lacht die Welt über irgendetwas Belangloses. Bridge – Die Verschwundenen (Spanisch) “Mi nombre era mío… ahora es silencio.“ „Mein Name gehörte mir… jetzt ist er Stille.“ Outro – Die Wahrheit (Deutsch) Wenn man uns sucht, findet man nur Staub. Aber der Staub lügt nicht. Er bleibt. Er erinnert. Er spricht.

