[Strophe 1] Der Sommer hat die Tür nicht zugemacht, stand noch lange auf der Schwelle. Wir haben kaum ein Wort gesagt, nur zugeseh’n, wie’s draußen wird heller. Irgendwer dreht oben die Sterne, seit Jahren, jede Nacht. Ich hoff, er nimmt sich manchmal frei, wenn keiner grade schaut nach. [Pre-Refrain] Man merkt es nie am selben Tag, man merkt es erst viel später: Das war er schon, der ganze Sommer, und keiner hat Bescheid gesagt. [Refrain] Bleib noch ein bisschen, es ist früh, der Kaffee steht noch auf dem Tisch. Du sagst, du musst — na gut, dann geh, ich mach dir auf, vergiss mich nicht. Bleib noch ein bisschen, bleib noch hier, die Straße schläft noch ohne uns. Du sagst, du musst — na gut, dann geh, doch komm zurück, komm zurück. [Strophe 2] Wir sammeln Tage wie Quittungen und wissen nie, was einer zählt. Erst wenn im Herbst die Taschen leer sind, fällt einer raus, der plötzlich fehlt. Vielleicht ist das der ganze Trick: nicht alles festzuhalten, nur merken, dass grad ein guter Tag ist, und laut genug „Danke“ sagen. [Pre-Refrain] Man merkt es nie am selben Tag, man merkt es erst viel später: Das war er schon, der ganze Sommer, und keiner hat Bescheid gesagt. [Refrain] Bleib noch ein bisschen, es ist früh, der Kaffee steht noch auf dem Tisch. Du sagst, du musst — na gut, dann geh, ich mach dir auf, vergiss mich nicht. Bleib noch ein bisschen, bleib noch hier, die Straße schläft noch ohne uns. Du sagst, du musst — na gut, dann geh, doch komm zurück, komm zurück. [Bridge] Und wenn mich einer später fragt, welcher der beste war von allen, dann sag ich: irgendeiner mittendrin, an dem ich gar nicht gedacht hab. [Refrain – final] Bleib noch ein bisschen, es ist früh, der Kaffee steht noch auf dem Tisch. Du sagst, du musst — na gut, dann geh, doch komm zurück, komm zurück.


