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Schlaf der Anständigen

[Verse 1] Ein Trottel trug die Krone schwer aus Selbstvertrau’n und Glas, sprach Märchen in die Wirklichkeit und hielt sie für ein Maß. Die Feen nickten höflich still, kein Zweifel, kein Gesicht, denn wer die Ruhe stören will, der passt ins Bildwerk nicht. [Pre-Chorus] Nicht Bosheit saß auf seinem Thron, nur Ahnungslosigkeit — doch Schaden fragt nicht nach Moral, wenn niemand widerspricht zur Zeit. [Chorus – with sax call & response] Kein Teufel braucht zu handeln hier, wenn gute Seelen schlafen, Stillstand baut die Schatten auf mit höflich leerem Lachen. Das Böse zerstört vorsätzlich, die Dummheit sorglos nebenbei — doch es siegt nicht, weil es handelt hier, weil die Anständ’gen ruh’n dabei! [Verse 2] Sie nannten Wahrheit Unfrieden und Zweifel unbequem, verkauften Schweigen als Vernunft, um nicht im Sturm zu stehn. Die „böse“ Fee, sie sprach es aus: „Der Kaiser irrt sich sehr!“ Doch wer den Spiegel hob zur Welt, der galt als Ungeheuer. [Pre-Chorus] Ein Fluch war bloß ein Weckruf hier für eine schlafend’ Welt — doch wer die Stille unterbricht, wird zum Feind bestellt. [Chorus – with sax call & response repeat] [Instrumental Bridge] (12–16 bars baritone sax solo over bass & marching snare) [Bridge spoken] Nicht jede Ruhe ist Frieden, nicht jede Ordnung gerecht. Manchmal versteckt sich die Feigheit bloß hinter dem Wort „nicht schlecht“. Wer schläft, fängt keine Fische mehr, wer nickt, verändert nichts, und nennt das Wegseh’n später dann: „Wir taten nur die Pflicht." [Final Chorus – full band + sax answers] [Outro ] Wo nicken wir selbst gerade, statt zu widersprechen? Wo schlafen wir, während andere entscheiden?