
Ein Herbstnachmittag Die Kinder laufen den Gang rauf und runter, der Papi soll sehen und hören, das Barbiepferdl hat Pferdestärken. Wie`s die Puppen frisieren, selbst der Mami wird die Mähne frisiert. Im Zimmer schaut`s aus, als hätt die Barbie einen Ehekrach mit Fetzenflug gehabt. Bitte denkt an`s Taschengeld, räumt auf. Der Papi legt eine CD ein, hört und lauscht, da mischt sich die Biene Maja drein. Geht das ned leiser? Keiner hört, der Willi singt. Ich hab`s doch gsagt, bitte ein wenig leiser. Leiser wird es kaum, die Tür geht zu. Das Telefon schrillt, aus den Gedanken gerissen. Ja, wer da? Ob die Mädels Zeit haben, kommt`s schrill in mein Ohrwaschl. Gleich zum Kinderzimmer, Kinder die Verena ist am Telefon. Zu uns soll sie kommen, draußen spielen geht nicht, es regnet in Strömen. Na dann halt alle zu uns. Wie es sich doch trifft, die Nina klingelt an der Tür, das Blatt für die Hausaufgabe. Dabei bleibt es nicht, ich rufe die Mama an, also bis um sechse darf ich bestimmt bleiben. Die Hausaufgabe ist schon erledigt und Nina wollte doch nur wissen, ob`s gestimmt hat. So ist das Leben, ich gebe auf, lege einen Blues auf, nun höre ich den Räuber Hotzenplotz passend zur Billy Holiday. Ein Blick aus dem Fenster verrät, die Blätter fallen vom Baum, nasskaltes Wetter, kaum zehn Grad über Null. Schnürleregen und eine Stimmung in der Bude, aber so ist es halt. Nun stimmen auch die Nachbarn über mir mit ein, Kinder von allen Ecken. Herbsttag und viele Wintertage kommen, zwischen Billy Holliday und mittlerweile „Die drei vom Ast“ denk ich dran, wann wird es wohl wieder Sommer werden. Der Regen prasselt auf `s Fensterbrett, ein Donner durchzuckt dem Himmel. Der Kleiderschrank und das Bett sind auf Winter umgerüstet. Die Kinder galoppieren durch den Gang. Stader, wir ham doch Nachbarn. Von oben demonstrieren`s auch Lautstärke. Ein Herbsttag, nicht geeignet zum Auswendiglernen.

