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[Bonus] Die Zerstörung des Ich (2nd Take)

V5.5

[Vers 1] Die Nadel droppt, der Vorhang fällt, die Nacht wird kalt und stumm, ich schütte Gift in meine Seele, dreh den Becher wieder um. Weißer Staub auf dunklem Glas, die Sinne werden taub, ich hab mein Spiegelbild verbrannt und atme nur noch Staub. Der Alkohol brennt in der Kehle, spült die Reste weg, von dem, was ich mal Liebe nannte – jetzt liegt es im Dreck. Ein tiefer Zug, die Lunge brennt, das Licht wird langsam blass, ich füttere die Dunkelheit mit synthetischem Hass. [Vers 2] Schau auf mich herab, ich steh ganz oben auf dem Thron aus Stein, doch keiner sieht die Risse, denn ich will unfehlbar sein. Eure Blicke kratzen nicht an meiner kalten Haut, ich habe mir aus Arroganz ein Mausoleum gebaut. Ich lache über eure Schwäche, nenn es Eleganz, während ich die Kontrolle wegschmeiße im Totentanz. Ganz oben ist die Luft so dünn, die Einsamkeit regiert, ein König ohne Königreich, der sich im Rausch verliert. [Vers 3] Nur ich zähle im Dunkeln, euer Schmerz ist mir egal, ich trete auf Gefühle und genieße die Qual. Nimm dir, was du brauchst, und lass die anderen verrecken, ich will mein wahres Monster nicht mehr hinter Masken stecken. Jedes Wort von mir ein Dolch, jede Geste pure Kälte, ich baue meine Festung auf den Trümmern eurer Welten. Es gibt kein „Wir“ in meinem Kopf, nur das gierige „Ich“, das alles um sich her verschlingt und im Dunkeln erstickt. [Vers 4] Ich gönne dir kein Glück, ich will dein Lächeln sterben sehen, will, dass alle meine Dämonen auch in deiner Seele stehen. Dein Erfolg ist wie ein Gift, das mein Blut verbrennt, weil mein krankes Ego keine echte Freude kennt. Ich zieh dich mit hinunter in den tiefen Schlamm, wo ich mich Nacht für Nacht an meinem Neid verdamm’. Die Missgunst nagt am Knochen, saugt das letzte bisschen Licht, bis von der eigenen Fratze nur noch Asche übrig bricht. [Vers 5] Die Flasche leer, die Lines gelegt, die Seele schockgefroren, ich habe jeden Kampf gegen mich selbst schon längst verloren. Das Gift kriecht durch die Venen, treibt den Puls im Kreis, ich zahle für die Selbstsucht den allerhöchsten Preis. Die Wände kommen näher, die Decke stürzt herab, ich schaufle mir mit jedem Schluck mein eigenes Grab. Kein Retter steht am Rand, kein Licht am Horizont, weil in der Dunkelheit schon lange niemand mehr wohnt. --- [Bridge] Hörst du, wie die Stille bricht? Das Herz schlägt gegen den Takt. Die Maske fällt zu Boden, die Wahrheit liegt hier nackt. Kein Stolz mehr, keine Gier, nur das Zittern in der Hand, ich hab die Brücken hinter mir im Rausch komplett verbrannt. *Es wird kalt... so verdammt kalt...* [Outro] *(Der Beat wird langsamer, Filter legt sich über die Stimme, Bass verhallt)* Der Vorhang schließt... Nichts bleibt übrig von dem Glanz. Nur der bittere Geschmack von Asche... und Arroganz. Schlaf ein... In der Dunkelheit... Ganz... allein. *(Fade out bis zur absoluten Stille)*