
Herr von Ribbeck im Havelland
Text frei nach Theodor Fontane Lyrics freely adapted from Theodor Fontane [Verse 1] Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand, Und kam die goldene Herbsteszeit, Und die Birnen leuchteten weit und breit, Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl, Der von Ribbeck sich beide Taschen voll, Und kam in Pantinen ein Junge daher, So rief er: „Junge, wiste ’ne Beer?“ Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.“ [Chorus] Oh Ribbeck, oh Ribbeck, ein Herz so weit, Du schenkst uns Freude in Herbsteszeit. Die Birnen blühn, die Liebe lebt, Ein Baum erzählt, was der Mensch einst gibt. [Verse 2] So ging es viele Jahre, bis lobesam Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam. Er fühlte sein Ende, es war Herbsteszeit, Wieder lachten die Birnen weit und breit; Da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab, Legt mir eine Birne mit ins Grab!“ Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus, Trugen von Ribbeck sie hinaus, Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht Sangen „Jesus meine Zuversicht“. [Chorus] Oh Ribbeck, oh Ribbeck, ein Herz so weit, Du schenkst uns Freude in Herbsteszeit. Die Birnen blühn, die Liebe lebt, Ein Baum erzählt, was der Mensch einst gibt. [Bridge] [Instrumental: Geige und Flöte führen einen Dialog] Im Wind das Flüstern, so sanft und sacht, Ein Baum erzählt von Ribbeck bei Nacht. [Outro] Und die Jahre gingen wohl auf und ab, Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab, Und in der goldenen Herbsteszeit Leuchtet’s wieder weit und breit. Und kommt ein Junge, so ruft es: „Wiste ’ne Beer?“ Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: „Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.“ [Chorus] Oh Ribbeck, oh Ribbeck, ein Herz so weit, Du schenkst uns Freude in Herbsteszeit. Die Birnen blühn, die Liebe lebt, Ein Baum erzählt, was der Mensch einst gibt

