Vorwort Wo entstehen Vorwörter? Vorwörter entstehen wo vorgedacht wird. Vorgedacht, wie hört sich das denn an? Oh ha, das verwundert mich, wir leben doch in einer Kultur, wo ständig vorgedacht wird, die gesellschaftlichen Vorwörter sind doch wie Filter, die uns das Denken darlegen wie wir es zu denken haben. Wir werden quasi zum guten Teil vorgedacht. Nun aber wieder zurück zum Vorwort, das ich meiner Feder abringen wollte und es auch noch will. Was denken Sie, wenn Sie den Titel „Aus`m Cafehaus und anderswo“ hören und vor sich liegen haben „Roland, a boarischer Dicher“? Welches Gedankenraster läuft jetzt ab? Ob man öffentlich anerkannt ist, ob die Thematik jetzt anspricht, ob man jetzt mit dialektischen Wortfetzen mundtot gemacht wird? Nichts dergleichen, mein Vorwort an Sie sei schlicht, lassen Sie sich überraschen und seien Sie nicht überrascht, wenn Sie Ihren gewohnten gesellschaftlich links eingeschraubten und rechts gedrehten Filter nicht finden. Aber diesen Filter kennen Sie eh nicht bewusst, weil der Filter eben vorgeschaltet ist. Ich warne Sie vor Gedanken die nicht dem Denkmainstream, halt dem breiten Weg auf dem Highway zur Hölle entsprechen. Verzeihung, so wollte ich nicht mit der Türe ins Haus fallen, aber es bleibt Ihnen nichts erspart, weder Himmel noch Hölle, weder Gott noch Teufel. Sich allerdings mit diesen Themen ohne Vorwortfilter auf den Weg an den Hörer oder Leser zu machen, das ist schon ein Wagnis, das in meinem Falle mich als Unbekannten in einer Filterlandschaft hält. Das Ergebnis eines Filters genieße ich gerade jetzt, nämlich einen gefilterten Milchkaffee in einem gemütlichen Cafe in Landshut. Gruß aus`m Cafehaus, Roland, a boarischer Dichter