
Die Rohingya – „Boote ohne Ufer“
Die Rohingya – „Boote ohne Ufer“ Strophe I – Das Lager (Deutsch) Der Boden ist Schlamm, und die Nächte sind zu lang für Kinderherzen. Zelte aus Stoff, der den Regen nicht mehr hält. Ein Junge trägt seine Schwester, leicht wie ein Atem, der verschwinden könnte. Und irgendwo rollen Ketten, kalt, als würden sie Namen zerdrücken. Rohingya‑Ruf – “Amra ghor nai…“ „Wir haben kein Zuhause…“ Die Worte zittern wie nasse Flügel. Refrain – Die Boote (Deutsch / Rohingya) Die Boote kommen, aber sie legen nicht an. Nouwa asé… nouwa thámé ná. „Die Boote kommen… aber sie halten nicht.“ Das Meer ist groß, aber nicht groß genug für all die Tränen. Strophe II – Die Flucht (Deutsch) Sie laufen, aber der Weg führt nur zu einem anderen Zaun. Sie rennen, aber die Angst rennt mit. Ein Mädchen verliert die Hand ihrer Mutter. Sie ruft, doch der Wind trägt die Stimme ins Nichts. Und die Panzer stehen da, schwarz, als wären sie Teil des Himmels. Rohingya‑Ruf – “Zaga nai… zaga nai…“ „Es gibt keinen Ort… keinen Ort…“ Die Stimme bricht, aber sie verstummt nicht. Refrain – Die Hoffnungslosigkeit (Deutsch / Rohingya) Die Hoffnung ist dünn, wie ein Faden im Regen. Asha fura fura… „Die Hoffnung ist so leicht…“ Und das Meer nimmt die Boote, aber nicht die Menschen. Bridge – Die Stimmen (Rohingya) “Amra kandí andharot… keu shuné ná.“ „Wir weinen in der Dunkelheit… niemand hört uns.“ Outro – Das Meer (Deutsch) Die Wellen tragen die letzten Stimmen über das Wasser. Aber kein Ufer antwortet. Nur der Wind, der flüstert: Ein Volk ohne Land. Ohne Schutz. Ohne Stimme.

