
[Intro] [fade in] [incantations] [dark cello] [Intro] Im Nebel steht die Wahrheit, kalt und kaum erkannt, ein Flüstern in den Gassen, wie Asche an der Wand. Sie tasten nach dem Morgen mit blinden, müden Augen, und folgen fremden Schildern, die nicht fürs Dunkel taugen. Die Welt trägt starre Linien, formfest wie Papier, doch drunter fault das Schweigen, und keiner sieht die Gier. [Break] [incantations] [dark cello] [Vers 1] Er geht nach den Regeln, mit Maß und mit Gesetz, sein Herz ist die Waage, die Schuld und Rettung schätzt. Sie geht nach Instinkt, nach Gespür für altes Unrecht, ihr Blick ist wie ein Messer, das durch alle Lügen bricht. Doch beide schlagen Funken im nassen, schweren Grund, jeder Schritt geht tiefer, Sumpf zieht hinab, macht wund. Die Gleichgültigkeit grinst ihnen ins Gesicht, und ihre Kämpfe kreisen – nur Sieg wird daraus nicht. [Chorus] Dann heulen Wölfe leise, unbestechlich, klar, sie tragen keine Ketten, sie werden niemals starr. Sie riechen jede Lüge, sie sehen jeden Trug, sie geh‘n durch das Dunkel, Schritt für Schritt, genug. Wölfe in den Adern, in Herz und Augenbrand, beißen sich durch Zweifel wie Zähne durch ein Band. Und wo die Welt erblindet, sind sie das Gegenlicht, sie jagen Dummheit fort – und knien im Dunkel nicht. [Vers 2] Die Straßen sind aus Schatten, der Himmel wirkt wie Blei, die falschen Wege locken, so leise und so frei. Er ringt mit klaren Linien, doch findet keinen Halt, weil Unwissenheit sich tarnt, als wäre sie Gewalt. Sie schlägt nach dunklen Zeichen, nach Masken im Gesicht, doch jedes Aufbegehren zerfällt im kalten Licht. So stehen sie am Abgrund, getrennt wie Stein und Meer, und merken: Allein zu kämpfen macht die Hände leer. [Vers 3] Er reicht ihr seine Wahrheit, nicht hoch, nicht überlegen, sie reicht ihm ihren Instinkt, wie Feuer unter Regen. Zwei Wege werden einer, aus Ordnung und Gespür, und plötzlich wird aus der Kälte eine off‘ne Tür. Die Dummheit wankt, ihr Thron aus Staub zerbricht, weil jedes „Mir doch egal“ im Widerhall erstickt. Sie treiben falsche Pfade zurück in ihren Schlund, und jedes Nein zum Dunkel wird laut, wird echt, wird rund. [Chorus] Dann heulen Wölfe leise, unbestechlich, klar, sie tragen keine Ketten, sie werden niemals starr. Sie riechen jede Lüge, sie sehen jeden Trug, sie geh‘n durch das Dunkel, Schritt für Schritt, genug. Wölfe in den Adern, in Herz und Augenbrand, beißen sich durch Zweifel wie Zähne durch ein Band. Und wo die Welt erblindet, sind sie das Gegenlicht, sie jagen Dummheit fort – und knien im Dunkel nicht. [Bridge] Die Nacht verliert an Zähnen, der Sumpf verliert an Macht, und aus dem dumpfen Morgen wird eine wache Schlacht. Sie tragen Narben leise, wie Runen auf der Haut, und jeder Fehltritt früher hat ihre Sicht verbaut. Was Regeln nicht erreichen, erreicht ihr wacher Sinn, was Instinkt nicht erklär‘n kann, passt sich dem Muster an. Zwei Feuer werden eines, kein Rauch, der sie noch trübt, Unrecht verliert den Namen, sobald die Klarheit siegt. [Break] [incantations] [dark cello] [Outro] Die Wölfe stehen still da, der Atem wird zu Dampf, ihr Blick ist eine Grenze nach jedem inn‘ren Kampf. Kein Weg ist je ganz sicher, kein Herz ist je ganz rein, doch Wahrheit kann sich finden, wenn zwei sind nicht allein. So trägt der Wind die Schritte aus Asche in das Licht, und Dummheit verhungert, wenn man sie füttert nicht. [Ending] Und wenn die Stimmen locken, „Vergiss es, lass es sein“, dann heult es in den Rippen: „Nein. Nicht noch einmal. Nein.“ Der falsche Weg wird schmaler, die Sümpfe nicht mehr breit, weil Wölfe steh’n für immer — gegen Gleichgültigkeit. So geht Finsternis zurück, als wär sie nur ein Traum, und hinter ihren Spuren wächst endlich wieder Raum. ... Wer nur nach Linien läuft, verpasst das wahre Ziel, wer nur dem Bauch vertraut, verliert sich oft im Spiel. Doch wenn Weg und Wille im selben Feuer stehn, kann selbst blinde Finsternis rückwärts von dannen gehn. [Outro] [fade out] [incantations] [dark cello] [End]

