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Rezidivierende Subbass Übersteuerungs-Störung

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V6-WILD

Die Diagnose lautet: Chronisch rezidivierende Subbass-Resonanz-Übersteuerungsstörung. Bei diesem Syndrom reagiert das zentrale Nervensystem auf Frequenzen zwischen achtundzwanzig und achtundfünfzig Hertz. Bereits nach wenigen Takten beginnt sich der Brustkorb mit dem Kick zu synchronisieren. Im weiteren Verlauf verliert das Gehirn die Fähigkeit, zwischen Musik, Maschine und Realität zu unterscheiden. Befund: Überhöhte Dopaminausschüttung beim Öffnen von Tiefpassfiltern. Unkontrollierte Kopfbewegungen. Spontanes Mitwippen. Erweiterte Wahrnehmung des Stereofeldes. Massive Abhängigkeit von analoger Sättigung. Therapie: Die Behandlung von so genannten Bassjunkies. Vier Takte Stille. Anschließend den Subbass langsam anheben. Dabei sollte die Filterfrequenz vorsichtig moduliert werden. Delay in den Signalweg einspeisen. Keine plötzlichen Drops. Die Evolution muss kontinuierlich erfolgen. Nebenwirkungen: Die Patienten verlassen den Club nicht freiwillig. Sie sprechen in BPM. Sie denken in Takten. Freunde erkennen sie ausschließlich am Frequenzspektrum. In fortgeschrittenen Stadien werden Knöpfe gedreht, obwohl das Gerät ausgeschaltet ist. Warnhinweis: Eine vollständige Heilung ist nach aktuellem Forschungsstand nicht möglich. Sie würden sie ohnehin ablehnen.