
Wenn der Hafen schlafen geht
[Intro] Der Eisbär … [Strophe 1] Wenn der Hafen schlafen geht Und der Regen leiser wird Stehen draußen nur noch Möwen Zwischen Kränen aus Beton Die letzten Taxis ziehen vorbei Wie müde Schiffe ohne Ziel Und irgendwo brennt noch Licht In irgendeiner Hafenkneipe Der Morgen riecht nach kaltem Bier Nach nasser Straße Rauch und Salz Und auf dem Pflaster vorm „Atlantik“ Liegt ein einzelner Ohrring [Pre-Refrain] Die Nacht nimmt alles mit Was tagsüber noch laut war Nur die Geschichten bleiben hier Zwischen Wasser und Asphalt [Refrain] Wenn der Hafen schlafen geht Werden selbst die Lügner ehrlich Dann sieht man in den Augen Wovor Menschen wirklich fliehn Hey — Wenn der Hafen schlafen geht Bleibt nur Stille und Gezeiten Und die Frage Ob das alles Irgendwann genug gewesen ist [Strophe 2] Im Schwarzen Wal stapelt der Wirt Langsam Gläser ineinander Auf dem Tresen klebt Konfetti Von irgendeinem falschen Geburtstag Nadja schläft im Rücksitz eines Taxis Marlies flucht am Zigarettenautomat Und irgendwo läuft noch Musik Hinter beschlagenen Fenstern Ein alter Seemann füttert Möwen Mit den Resten seines Fischbrötchens Dann zieht er seinen Kragen hoch Und verschwindet Richtung Dock [Pre-Refrain] Der Himmel wird schon grau Über den stillen Kränen Und jede dieser Nächte Kostet etwas mehr [Refrain] Wenn der Hafen schlafen geht Werden selbst die Lügner ehrlich Dann sieht man in den Augen Wovor Menschen wirklich fliehn Hey — Wenn der Hafen schlafen geht Bleibt nur Stille und Gezeiten Und die Frage Ob das alles Irgendwann genug gewesen ist [Bridge] Vielleicht sind wir alle Nur alte Schiffe Mit zu viel Rost Und trotzdem noch unterwegs Vielleicht singt man deshalb nachts So laut gegen den Wind Damit man das eigene Herz Nicht schlagen hört [Final-Refrain] Wenn der Hafen schlafen geht Und der Morgen langsam aufzieht Bleiben nur die alten Lieder Und der Rauch in den Jacken drin Hey — Die Sirenen schweigen irgendwann Die Kneipen machen alle dicht Doch irgendwo singt noch einer weiter Gegen die Dunkelheit

