
Am Ersten kommt das Geld herein, am Zweiten hat es schon Termine. Miete wartet, Strom steht Schlange, das Finanzamt sitzt schon in der Kabine. Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Nachzahlung vom letzten Jahr. Kaum denkst du: Diesen Monat lĂ€uft es, liegt der nĂ€chste Bescheid schon da. Hier noch schieben, dort noch drehen, eine Rechnung darf noch stehen. Was heute dringend, morgen reicht, wird jeden Monat neu verteilt. Ich jonglier mit Zahlen, als wĂ€r das alles leicht. Firma links und privat rechts, bis es irgendwie wieder reicht. Eine Kugel hoch, die nĂ€chste fĂ€llt, und alle wollen gleichzeitig Geld. BloĂ nicht fragen, wie das geht â Hauptsache, dass am Ende alles steht. Die Löhne mĂŒssen pĂŒnktlich raus, die Bank bucht selbstverstĂ€ndlich ab. Der Lieferant schickt eine Mahnung, weil auch der seine Sorgen hat. Dann schreibt das Finanzamt wieder: âFĂ€llig bis zum âŠâ â natĂŒrlich jetzt. Als hĂ€tte irgendwer dort oben meinen Kontostand perfekt geschĂ€tzt. Privat braucht plötzlich irgendwas genau jetzt und keinen Monat spĂ€ter. Das Auto macht ein neues GerĂ€usch â und der Monat wird nicht netter. Ich jonglier mit Zahlen, als wĂ€r das alles leicht. Firma links und privat rechts, bis es irgendwie wieder reicht. Eine Kugel hoch, die nĂ€chste fĂ€llt, und alle wollen gleichzeitig Geld. BloĂ nicht fragen, wie das geht â Hauptsache, dass am Ende alles steht. Dann sagt einer: âDu hast doch eine Firma.â Ja. Und Umsatz klingt verdammt nach Reichtum, wenn man die Ausgaben nicht dazu erzĂ€hlt. Rechnung rein. Rechnung raus. Steuer drauf. Geld voraus. Firma hier. Privat noch da. Und das Finanzamt fragt ganz freundlich, ob noch irgendetwas ĂŒbrig war. Also weiter. Eine Rechnung wird bezahlt, zwei neue liegen schon bereit. Eine Kugel landet endlich â drei sind wieder in der Luft gleichzeitig. Und wenn am EinunddreiĂigsten noch alle BĂ€lle oben sind, atme ich einmal kurz durch. Am nĂ€chsten Morgen ist wieder Erster.

