
[OPENING – warm, melodic Irish musical theatre. Gentle piano, acoustic guitar, soft fiddle.] [MARY – NARRATOR] Um neun Uhr zwölf kam die Nachricht. Vier Zeilen, höflich und klein. Der neue Arzt würde nicht kommen. So einfach kann Enttäuschung sein. Der Koffer stand schon an der Türe, das Ticket lag bereit. Und plötzlich war aus „Morgen“ wieder irgendwann und Zeit. [CHORUS] Es tut mir wirklich leid, denn ich weiß, wie lang er wartet. Wie oft er seine Reise plant und immer wieder neu startet. Es tut mir wirklich leid, diesmal war die Welt so nah. Ein Koffer an der Türe — und Felix wirklich fast schon da. [VERSE] Er hat die Nachricht still gelesen, kein Fluchen, keinen bösen Blick. Das ist nun mal Felix Bailey: Er schluckt erst selbst und denkt dann zurück. An Nora und an Patrick, an jedes Kind hier im Ort. Nicht: „Was wird aus meiner Reise?“ Nur: „Wer kümmert sich, wenn ich bin fort?“ [CHORUS] Es tut mir wirklich leid, denn ich weiß, wie lang er wartet. Wie oft er seine Reise plant und immer wieder neu startet. Es tut mir wirklich leid, diesmal war die Welt so nah. Ein Koffer an der Türe — und Felix wirklich fast schon da. [Music softens. Mary becomes personal.] Und jetzt sage ich Ihnen etwas, bevor Sie es ohnehin seh’n: Ich liebe Felix Bailey. Schon ziemlich lange. [small smile] Felix weiß das nur noch nicht. Und als ich las: „Der Arzt kommt nicht“, war da für einen Augenblick neben all dem Mitgefühl noch etwas anderes in mir. [Music warms.] Er bleibt. Felix bleibt hier. Und ja — das hat mich gefreut. [beat] Sehr sogar. [She smiles, then becomes more serious.] Nur wünsche ich ihm trotzdem nichts mehr, als dass er endlich geht. Denn jemanden zu lieben heißt nicht, ihn bei sich zu behalten. Manchmal heißt es: „Nimm deinen Koffer. Fahr.“ [FINAL CHORUS – warm, soaring, simple] Es tut mir wirklich leid, denn ich weiß, wie lang er wartet. Wie oft er schon sein Morgen sah und wieder hier gestartet. Es tut mir wirklich leid, und trotzdem, wenn ich ehrlich bin: Ein kleiner Teil von mir denkt leise: Du bleibst noch etwas hier bei mir. [Music settles.] Nicht für immer. Das würde ich ihm nie wünschen. [small smile] Nur … ein bisschen länger. [soft fiddle ending] Und Felix? Der hat längst entschieden, was jetzt zu tun ist. Natürlich hat er das. [END]


