"Signor, bleib stehn; gib eine Gabe! Es bittet Dich ein armer Knabe, Ein Krüppel, ein "zerbrochnes Kind." Sieh doch die Tränen, die ich weine; Schau meine Arme, meine Beine, Wie sie verdreht, verbogen sind! Die Hände steif, die Füße hinten, Kann ich nicht gehn, kann mich nur winden Wie eine Echse auf dem Leib. Oh, lass zu Dir heran mich kriechen Und bittend mich im Staube liegen; Geh ja nicht weiter, sondern bleib! Die Mutter ist noch nicht gestorben Die Schwester nicht ganz unverdorben, Der Vater ein stets durstger Mann; Drum knebelten sie einst mich nieder, Zerbrachen mir die jungen Glieder! Und heilten sie verkehrt mir an. Wie eine Kröte unterm Strauche, So schieb ich mich nun auf dem Bauche Von Platz zu Platz, die Stadt entlang, Und wenn des Mitleids karge Gaben Zu Hause nicht befriedigt haben So ist mir um mein Leben bang. Und glaubst Du, dass ich Dich belüge, So kennst Du noch nicht zur Genüge Das schöne, goldne Genua. Erlaube, dass ich Dich belehre: Es sind, der Menschlichkeit zur Ehre, Noch mehr "zerbrochne Kinder" da!"