
[Intro] Der Raum war klein, die Uhr blieb stehn, Dein Schlüssel lag noch neben dem Kaffee. Ich dacht, ein Wort kann vieles wenden, doch manche Türen schließen ohne Ende. [Verse 1] Du sagtest: „Bleib“, als wär das fest gemeißelt, maltest unser Morgen auf die Rückseite vom Zettel. Dann kam der Freitag, Regen an der Scheib’, du nahmst den Mantel, ließest nur dein Schweigen hier. Die Tasse mit dem Sprung steht noch am alten Platz, mein Daumen fährt die Kante nach, als wär da noch ein Satz. Ich lief die Straße runter, bis der Bäcker aufgemacht, und hab zum ersten Mal die ganze Nacht durchdacht. [Chorus] Du gingst, ich blieb mit allem, was noch in den Zimmern stand, mit zwei Tickets in der Schublade und Staub auf meiner Hand. Kein großes Wort, kein Urteil, ich trag’s nicht ewig mit, ich lern, was ich noch halten kann, und lass den Rest zieh’n. [Verse 2] Im kleinen Laden an der Ecke kauf ich Brot und Orangen, die Frau dort fragt nach dir, ich sag: „Wir sind auseinander.“ Sie nickt, als wär das Leben manchmal schlicht und schwer, dann schiebt sie mir die Münzen hin und sagt auch nichts mehr. Dein Name steht im Kalender neben einem alten Plan, ich streich ihn nicht aus Wut, ich fang bloß neu zu schreiben an. Die Freunde reden laut, ich lass sie reden, wenn sie wollen, ich muss nicht jede fremde Version von mir kontrollen. [Chorus] Du gingst, ich blieb mit allem, was noch in den Zimmern stand, mit zwei Tickets in der Schublade und Staub auf meiner Hand. Kein großes Wort, kein Urteil, ich trag’s nicht ewig mit, ich lern, was ich noch halten kann, und lass den Rest zieh’n. [Rap Passage] Im Burgenland gelernt, dass Treue Taten braucht, nicht ein schöner Satz, der sich im Wind verflüchtigt und verraucht. Ich trag die guten Tage mit, doch schulde dir kein Bild, das mich als Schuldigen verkauft, wenn deine Stimme wild. Jetzt stell ich morgens Wasser auf, mach das Fenster weit, nehm den Bus zur Arbeit, lass mir wieder meine Zeit. Kein Racheplan im Ärmel, keine Rechnung auf dem Tisch, nur ein Schlüssel, der noch passt, und ein Leben, das meins ist. [Bridge] Wenn ich an uns zurückdenk, seh ich nicht nur den Schluss, auch den Weg am Fluss entlang, den ersten Sommerbus. Was echt war, bleibt ein Teil von mir, doch zieht mich nicht zurück, ich kann dir Glück wünschen und trotzdem geh’n— Stück für Stück. [Final Chorus] Du gingst, ich blieb mit allem, was noch in den Zimmern stand, mit zwei Tickets in der Schublade und Staub auf meiner Hand. Kein großes Wort, kein Urteil, ich trag’s nicht ewig mit, ich lern, was ich noch halten kann, und lass den Rest zieh’n. Ich lern, was ich noch halten kann, und lass den Rest zieh’n. [Outro] Der Kaffee wird kalt, der Morgen wird hell, ich schließ die Tür leise und geh nicht zu schnell.

