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Der Fremde auf der Bank [Das Opfer des Omkir]

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═════════════════════════════ 🐺 ───── ılıılıllı BabeinlovexD ılıılıllı ───── 🐺 ▶ 2:34 ─────────────●────── 3:45 ──── Lyrics & Concept: BabeinlovexD ──── ───────────────────────────── 💬 Join the Community: 👉 https://discord.gg/storytellerz ═════════════════════════════ ✧・゚: *✧・゚:* ─── ꧁ 𝗟𝗬𝗥𝗜𝗖𝗦 ꧂ ─── *:・゚✧*:・゚✧ Der Asphalt schluckt den Lärm. Jeden Tag dieselbe Hetze, dieselbe Kälte. Und doch... gab es da diesen einen Ort. Und diesen einen Blick. Grauer Dunst über den Dächern, Ruß klebt an der nassen Wand, ich nehm die Kinder an die Seite, halte fest die kleine Hand. Ein Streit um einen Lederball, ein Knie im Schlamm zerschrammt, die Menschen eilen stumm vorbei, als wär ihr Herz verdammt. Ich knie mich in den Dreck, kleb bunte Pflaster auf die Haut, zeig ihnen Knospen, wo die Welt sonst keinem Wunder traut. Und drüben unter kahlen Ästen, auf der alten Holzbank sitzt ein Fremder stets im selben Mantel, während trüber Regen blitzt. Er spricht mit keinem, liest kein Blatt, er starrt nur stumm voraus, wie ein Fels in diesem Fluss sieht er im Nebel aus. Erst dachte ich an Zufall, doch die Wochen zogen fort, an jedem trüben Nachmittag saß er an diesem Ort. Ich hab ihn heimlich angeschaut, wenn wir Kastanien fingen, kein böser Schatten lag auf ihm, ließ keine Angst erklingen. Und als mein Blick den seinen traf, verlor sich meine Ruh – ein feines Schmunzeln tief im Blick, ich lächelte ihm zu. Wer bist du, Fremder ohne Namen, stumm in dieser kalten Zeit? Trägst du die Einsamkeit der Welt in deinem Mantelkleid? Ich seh die Tiefe deiner Augen, so unendlich alt und schwer, als kämst du aus 'nem andern Leben meilenweit hierher! Ein stiller Anker mitten im tosenden Verkehr – wer bist du, Fremder, sag, wo kommst du her? Die Stadt wird täglich kälter, jeder blickt nur auf den Schuh, doch wenn ich seine Bank passierte, fiel mir eine Wärme zu. Er hielt den Kragen hoch, den Blick gesenkt, kein Wort gesagt, als hätt ihn all die Last der Welt geplagt. Manchmal hob er kurz den Blick hoch in das Astgewirr der Weiden, als würd er dort ein Unheil wittern, das wir Menschen meiden. Ein Mann, der wie ein Wächter schien und niemals Worte fand, und doch ein unsichtbares Band, das mich an ihn verband. Ein ganz normaler Schritt. Der Heimweg durch das trübe Grau. Plötzlich... Ein eiskalter Hauch im Nacken. Kein Wind. Ein Schatten ohne Gestalt. Ein unsichtbarer Schraubstock presst sich um meine Brust... Mein Atem stockt... meine Knie knicken ein. Die Welt dreht sich weg. Der Asphalt kommt näher... Wer bist du, Fremder ohne Namen, stumm in dieser kalten Zeit? Trägst du die Einsamkeit der Welt in deinem Mantelkleid? Ich fall ins Nichts, die Kälte greift, das Licht erlischt in mir – warum such ich im letzten Atemzug nach dir? Ein stiller Anker mitten im tosenden Verkehr – ich schließe meine Augen... und seh dich nicht mehr! Die Gasse wird schwarz. Es ist so kalt... Wo... bist du?