
Die Welle über die Gemeinschaft - 18.03.2008
Die Welle über die Gemeinschaft Angenommen tausend Menschen kommen überein einen Kreis zu bilden, indem sie sich verbindlich gegenseitig Fürsorge zusprechen und das über eine Kasse regeln, viele geben und nach gewissen Kriterien dürfen sie aus der Gemeinschaft nehmen. Diese Tausend können schließlich zufrieden sein. Es könnten auch Millionen sein die am Geben und Nehmen teilhaben. Jeder weiß verbindlich, dass das System nur getragen ist, wenn die nächste Generation mit hineingenommen wird und das Geben und Nehmen von Generation zu Generation getragen wird. Wir wissen doch alle, von welchem Wirken hier die Rede ist und das Geben und Nehmen funktioniert bedingungslos, wenn die Regeln unbedingt eingehalten werden. Keiner darf sich erlauben, diesen Kreis zu öffnen, etwa um dem Zweck nach fremde Leistungen zu erbringen, nicht für die im Kreis und gleich gar nicht für jedermann der außerhalb des Kreises steht. Es ist keine Wohltat aus dem Vermögen, das ständig umgelegt wird zwischen Einzahler und Nehmer abzuzweigen und Geld für andere zu verwenden. Es mag ja gar nicht schlecht sein irgendwelche Wohltaten zu verteilen, die nicht an Teilnehmer dieses Kreises gehen. Aber, aber.., wenn schon, dann aber gerecht, was da heißt, allen zu sagen, wir wollen dies und das verschenken, wir wollen dies und das verteilen, wir wollen geben wo nichts dafürsteht oder wir bilden uns ein, so sein zu müssen, dass wir Menschen außerhalb des Kreises so stellen als wären sie innerhalb des Kreises. Solche Wohltaten und Geschenke bedürfen einer neuen Übereinkunft. Die Hüter des Kreises, wir wissen wen wir da meinen, kennen den Unterschied nicht mehr, sie wissen nicht mehr mit wessen Vermögen oder Rücklagen, gar Umlagen, sie da handeln. Wir nehmen an, sie wüssten um den Wert des Kreises, sie wüssten den unschätzbaren Wert der Verlässlichkeit, sie hätten schlicht gesagt Respekt vor den Vertragspartnern innerhalb des Kreises und weil sie darum wissen sagen sie, wir können alle Wohltaten verteilen und dafür machen wir eine separate Sammlung, das wär`s doch? Diese Sammlung können wir Steuer für dies und das nennen, aber wir müssen einen Namen geben dass die welche zahlen sollen klar wissen wofür. Keine Versteckspiele innerhalb des Kreises, keine Fremdleistung, keine untergejubelte Vereinbarung mit dem Geld das die Menschen für ihre gegenseitige Versorgung zurücklegen und ausgeben. Irgendwo da kommen wir her als es Sprüche gab die wie Parabeln klangen. „Die Rücklage und Umlage für die Alten ist sicher“ oder der Spruch von den blühenden Landschaften. Wie wir alle ahnen konnten, die Sprüchemacher nicht ahnen konnten oder wollten, die Entwicklung der eiskalten Zweckentfremdung des Guthabens der Solidargemeinschaft war schnell in vollem Gange. Entging der Blick der fehlenden Klammer, der Kreiszusammenhang einer Gemeinschaft die im Wir denkt und nicht nur im raffgierigen Sinne? Tausend und millionen Menschen werden um ihr Auskommen betrogen, weil diese Damen und Herren über unseren Kreisen keinerlei Bezug mehr haben zu den zwingenden Verlässlichkeiten. Sie ahnen nicht wie sie das Gemeinwohl mit einem ausbeuterischen Wirtschaftstil verschleudern. Denken wir zurück an den Grundzug des Kreises, an dieses Bild der Vereinbarung und an das Ergebnis, welches für die die draußen stehen ja nur heißt, wer da rein möchte muss die Spielregeln mitgehen und aushalten. Die Wohltätigkeit nebendran mag geboten sein, aber wieder stimmt der Satz der ein Kapitalverbrechen mit Menschenverachtung zur Folge hat: „Gute Menschen handeln aus eigenem Vermögen, Gutmenschen mit dem Vermögen anderer Leute.“ Eine unbequeme Tatsache mit der tausende und millionen wie unter eine Welle geraten oder dann auch wieder die Ebbe spüren und kein Wasser kommt mehr zurück, weil die Gutmenschen Gräben ziehen, die das Letzte noch nehmen. Das ist keine pessimistische Schau der Gesellschaft, das war eine Erkenntnis innerhalb eines Kreises derer die sehen wie ihre Zukunft im materiellen Sinne zugunsten von Menschen die sie über ihre Verhältnisse regieren zugrunde regieren. Vielleicht merken jene noch wie die Welle immer höher in die Gesellschaft einschlägt.

