
Zu der abgesprochnen Zeit betret ich sein Revier tiefes Knurren sagt mir "bleib" sein Blick sagt: "genau hier" Meinen senke ich zu Boden die Demut brav gespielt Mein Knien baut sein' Käfig auf Sein Blick bleibt unterkühlt Alles was er mir befiehlt ist Teil unseres Pakts ob ich‘ es ihm erlaube Liest er von mir ab Und es kettet ihn an mich Er spürt es Stück für Stück Mein Boden unter seinen Füßen Nimmt ihm den Weg zurück Das Schlimmste ist nicht was er tut Es ist, dass ich es will Guter Wolf, dunkles Tier Deine Gier in meinem Blut Deine Male die mich zieren Mein Gehorsam – deine Glut Er ist nicht sanft und zögert nie Sein Urteil schneidet scharf Die Knie wund, die Knöchel weiß Und ich... - weiß nicht ob ich darf - seine Pranke auf meinem Hals. - kann was ich fühle nicht verstehn Mein Puls schlägt hart in seine Hand und ich verbiete mir zu flehn Mein Kiefer mahlt – die Kehle eng Mein Kopf schreit: "Lauf davon" Doch unter meinem Widerstand Erkenn ich süßen Lohn Guter Wolf, wildes Tier Dein Band um mein' Gelenk Deine Zähne nah an mir Mein Atem – mein Geschenk (an dich) Er ist der Wolf und ich der Grund Warum er beißt und liebt Er ist das Tier und ich der Raum In dem er sich ergibt "Was uns niemals möglich schien Ich knie' – und halte ihn"

