(Strophe 1) Der Wecker klingelt, gleicher Film, die Stadt ist schon laut, ich scroll durch Bilder von Leuten, denen keiner vertraut. Alles glänzt in HD, doch die Blicke sind leer, wir teilen unser Leben, doch wir spüren nichts mehr. Tausend Freunde im Netz, nur ein Wischen entfernt, aber wie man sich festhält, haben wir nie gelernt. Wo ist der, der noch bleibt, wenn die Filter verblassen? Wir haben uns in all den leeren Echos verlassen. Jeder redet von Liebe, von Zusammenhalt, doch wenn du draußen stehst, ist es verdammt noch mal kalt. Wir bauen uns Käfige aus Likes und aus Schein, und am Ende des Tages schläft doch jeder allein. (Refrain) Ich reiß keine Mauern ein, ich bau mir mein eigenes Haus! Ich such keinen Funken mehr, ich mach ein Feuer daraus! Das ist mein Atem, mein Herzschlag, mein Wort, ich gieß Kerosin auf den Beton an diesem Ort! Das ist mein Weg, meine Wahrheit, mein Thron! (Strophe 2) Okay, genug philosophiert, ich muss raus vor die Tür, ich will nicht klüger sein als alle, ich bin genau wie ihr. Ich fang im Kleinen an, schau den Leuten ins Gesicht, frag "Wie geht's dir wirklich?" und erwarte kein Gedicht. Ich seh die Kids auf der Straße, da ist noch Leben drin, auch wenn die Welt gerade fragt, wo wir eigentlich sind. Ich kann den Planeten nicht retten, das ist ein viel zu großer Schuh, aber ich kann dir aufhelfen, und vielleicht hörst du mir zu. Jedes echte Gespräch ist ein Riss in der Wand, ein Lächeln ist mehr wert als ein Herz auf dem Rand eines Bildschirms, der leuchtet und uns doch nur betrügt. Ich will spüren, dass das Leben hier draußen noch siegt. (Refrain) Ich reiß keine Mauern ein, ich bau mir mein eigenes Haus! Ich such keinen Funken mehr, ich mach ein Feuer daraus! Das ist mein Atem, mein Herzschlag, mein Wort, ich gieß Kerosin auf den Beton an diesem Ort! Das ist mein Weg, meine Wahrheit, mein Thron! (Bridge) Manchmal fühlt sich das an wie ein Kampf gegen Wind, als ob wir alle nur noch Schatten von uns selber sind. Ich sitz im Zimmer, starr die Decke an und frag mich wofür, renn ich mit dem Kopf immer wieder gegen diese Tür? Doch dann hör ich diese Stimme, ganz leise in mir, die sagt: "Atme tief ein, du bist immer noch hier." (Gitarren-Solo / Instrumental Build-up) (Refrain) Ich reiß keine Mauern ein, ich bau mir mein eigenes Haus! Ich such keinen Funken mehr, ich mach ein Feuer daraus! Das ist mein Atem, mein Herzschlag, mein Wort, ich gieß Kerosin auf den Beton an diesem Ort! Das ist mein Weg, meine Wahrheit, mein Thron! (Outro) Ja... Kerosin und Beton. Ein neuer Tag. Wir machen weiter.