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Wir werden weiter

# **Wir werden weiter** ### Strophe I Ich geh hinaus, der Morgen wartet, die Luft ist warm, der Himmel weit. Ein neuer Tag liegt vor den Füßen, noch ganz ohne Vergangenheit. Ich liebe es, um Ecken zu schauen, wo keiner weiß, was dahinter liegt. Vielleicht ein Weg, vielleicht ein Wunder, vielleicht nur Wind, der weiterzieht. Mich interessiert nicht nur das Offene, auch was sich leise hinterm Rand versteckt. Denn wer nur sieht, was vor ihm liegt, hat manches Leben nicht entdeckt. --- ### Chorus – mit Chor und hellen Geigen **Die Welt wird nicht kleiner – wir werden weiter. Der Himmel wird nicht größer – wir sehen mehr.** **Was gestern noch so schwer erschien, trägt heute plötzlich Flügel. Wir müssen nicht dem Leben folgen – wir dürfen selber wählen, wohin.** **Die Welt wird nicht kleiner – wir werden weit. Und irgendwo beginnt das Glück mit einem kleinen Stück Gelassenheit.** --- ### Strophe II Ich mag den Takt, den Leben schlägt, mal langsam und mal viel zu schnell. Mal stolpert eine Stunde müde, mal tanzt der ganze Tag im hellen Licht. Ich möchte jeden Ton noch hören, den diese große Welt uns gibt. Den Regen auf dem alten Dach, das Lachen von jemandem, den man liebt. Es gibt so vieles zu entdecken, wenn man nicht ständig weiter muss. Ein fremder Blick, ein neues Denken, ein unerwarteter Gruß. Und manchmal steht man einfach da und staunt, dass es uns überhaupt gibt. Dass aus Milliarden Möglichkeiten genau dieses Leben übrig blieb. --- ### Chorus – weit, leicht, voller Wärme **Die Welt wird nicht kleiner – wir werden weiter. Der Himmel wird nicht größer – wir sehen mehr.** **Was gestern noch so schwer erschien, trägt heute plötzlich Flügel. Wir müssen nicht dem Leben folgen – wir dürfen selber wählen, wohin.** **Die Welt wird nicht kleiner – wir werden weit. Und irgendwo beginnt das Glück mit einem kleinen Stück Gelassenheit.** --- ### Strophe III Manchmal schau ich in den Himmel und wünschte, ich wär dort oben. Nicht um der Erde zu entkommen, nur um sie einmal anders zu sehen. Wie klein doch unsere Grenzen werden, wenn man von oben auf sie schaut. Wie viel von dem, was uns entzweit, auf einmal ziemlich lächerlich wirkt. Warum verschenken wir so selten ein wenig Achtung, ein bisschen Zeit? Warum verstecken wir das Gute so oft hinter Gleichgültigkeit? Wir haben doch dieselbe Erde, denselben Himmel über uns. Und jeder Mensch trägt seine Reise, auch wenn man sie von außen nicht erkennt. --- ### Bridge – Piano und leichte Geige Vielleicht wäre die Welt schon weiter, wenn einer öfter innehält. Wenn einer erst den Menschen sieht, bevor er über ihn urteilt. Wenn ein „Komm, erzähl mir davon“ mehr Raum bekommt als ein „Das weiß ich besser“. Vielleicht beginnt Respekt genau dort, wo Neugier größer wird als das Urteil. --- ### Letzter Chorus – groß, hell, mit Chor **Die Welt wird nicht kleiner – wir werden weiter. Der Himmel wird nicht größer – wir sehen mehr.** **Was gestern noch so schwer erschien, trägt heute plötzlich Flügel. Wir müssen nicht dem Leben folgen – wir dürfen selber wählen, wohin.** **Die Welt wird nicht kleiner – wir werden weit. Und irgendwo beginnt das Glück mit einem kleinen Stück Gelassenheit.** **Die Welt wird nicht kleiner – wir werden weiter. Solang wir staunen, solang wir fragen, solang bleibt noch so vieles neu.** --- ### Outro Ich schau noch einmal in den Himmel. Nicht weil ich fort will. Nur weil er mich daran erinnert, wie groß die Welt noch ist. Und wie schön, dass wir darin mittendrin sein dürfen.