
(Strophe 1) I steig owa, tief unter d’Stadt, die Stiegen endlos, Beton wird nass. Neon flackert, riecht nach Strom, a Zug schreit irgendwo im Hohlraum davon. Die Leut’ steh’n da wia Standbilder, Augen leer, Smartphones wie Schilder. Da Boden vibriert, a Herzschlag aus Stahl, und i spür: do unten gibt’s ka Normal. (Pre-Refrain) A Windstoß zischt durch den Schacht, wia a Tier, des grad aufwacht. Die Uhr bleibt stehn, die Zeit wird krumm, irgendwas geht glei ordentlich um. (Refrain) U-Bahn Untergang im Bauch von da Stadt, wo der Lärm uns frisst und ka Mensch mehr lacht. U-Bahn Untergang Schienen wie Narben im Grund, jede Fahrt a Abstieg, jede Station a Fund. (Strophe 2) Die Türen gehn auf—zu spät, zu schnell, Gesichter zieh’n vorbei, verzerrt und grell. Graffiti an da Wand fangt an z’reden, sagt: „Du bleibst do—es gibt ka Entkommen, ka Leben.“ A Gitarrenlärm aus’m Tunnel drin, wia Garage-Punk, wia Wahnsinnssinn. 808 pumpt wia a kaputtes Herz, die Stadt schreit leise durch’n Schmerz. (Pre-Refrain) Die Schienen glänzen ölig schwarz, als ob’s da Untergrund bewacht. Und i frag mi: fahr i no mit oder bin i längst Teil von dem Dreck? (Refrain) U-Bahn Untergang Neon tropft von der Zeit, jede Linie führt tiefer, jede Richtung zu weit. U-Bahn Untergang der Beat schlägt gegen die Wand, wir fahr’n im Kreis, bis der Beton uns erkennt. (Bridge) Sirenen im Kopf, Feedback im Ohr, der Zug rast durch mi durch, ohne G’fühl, ohne Chor. Vielleicht is des ka Fahrt, vielleicht a Ritual, vielleicht stirbt do unten a ganz normale Zahl. (Outro) Die nächste Station—sie existiert nimmer, nur Lärm, nur Puls, nur flackerndes Flimmer. Die Türen gehn zu, die Nacht fährt mit, und die Stadt sagt leise: „Du kummst nimma mit.“

