Der Morgen ruht im fahlen Schein, so still, als wollt er niemals sein. Ich wandre durch ein leeres Tal, wo selbst das Echo schweigen mag. Kein Laut, kein Licht, nur blasser Dunst, der meine Seele leis’ umspannt. Ich such nach Sinn, doch find nur Zeit, die mir verrinnt — in Ewigkeit. Und doch in mir ein heimlich Glühn, ein Drängen, weiter fortzuziehn. Wie eine Flamme, kaum entfacht, die in der Dunkelheit erwacht. Doch als du kamst, da brach das Grau, der Nebel wich, der einst so rau. Dein Blick, so still, so lichtvertraut, hat mir die Welt erneut gebaut. Du bist das Wort, das mich belebt, der Grund, dass mein Herz weiterstrebt. Ich sah dich nah, doch wie im Traum, ein Schattenbild im Morgenschaum. Dein Lächeln brach den kalten Bann, der mich gefangen hielt so lang. Und wo zuvor nur Leere war, erblühte plötzlich, was einst war. Ein Ton erklang, so sanft, so klar, und ich begriff: Ich lebe wahr. Dein Ruf durchdrang das Nebelmeer, wie Wind, der altes Schweigen zehrt. Er rief mich heim, zu Herz und Sinn — dorthin, wo ich geboren bin. Denn als du kamst, da brach das Grau, der Nebel wich, der einst so rau. Dein Blick, so still, so lichtvertraut, hat mir die Welt erneut gebaut. Du bist der Grund, dass ich versteh, wie schön’s ist, wenn ich bei dir geh. Und wenn der Sturm die Stille bricht, vergess ich nicht dein Angesicht. Denn selbst im Dunkel, nah und fern, leuchtet dein Name wie ein Stern. Du führst mich heim durch jedes Grau, so nah, so fern, so ewig, Frau. Als du kamst, da brach das Grau, der Nebel wich, der einst so rau. Du trugst mir Wärme, Leben, Licht — und ich vergaß das Dunkel nicht. Denn es war Nacht, da fand ich dich, und aus dem Nebel ward ein Ich.


