
Marketenderin
[Strophe 1] Der Staub von Böhmen klebt an meinen Schuh’n, Kein Kaiser, kein König lässt die Waffen ruh’n. Mal glänzt die Madonna im katholischen Zelt, Mal wird bei den Schweden das Banner aufgestellt. Ich frage nicht nach Glaube, ich frage nicht nach Recht, Am Ende bluten alle gleich – ob Edelmann, ob Knecht. [Refrain] Der Wagen rollt, das Reich brennt nieder, Der Krieg schwärt, er kennt kein Sieger, Ob papst, ob Luther, – mir ist es gleich, Ich bin die Tenderin im brennenden Reich! [Strophe 2] Im Frühjahr zog ich mit Tillys wildem Haufen, Da gab es fette Beute und reichlich zu saufen. Im Herbst stand ich Magdeburgs Trümmern voran Und bot meine Waren den Katholiken an. Das Pulver riecht drüben wie hüben nach Mist, Hauptsache, dass ihr für den Schluck Bares misst! [Refrain] Der Wagen rollt, das Reich brennt nieder, Der Krieg schwärt, er kennt kein Sieger, Ob papst, ob Luther, – mir ist es gleich, Ich bin die Tenderin im brennenden Reich! [Bridge] [Rhythm gets more heavy, nearly Like a funeral march] Ich hab Väter begraben und Söhne gepflegt, Hab gesehen, wie der Hunger die Tapfersten legt. Dreißig Jahre schon tanzt dieser blutige Reigen, Wenn die Trommeln verstummen, bleibt nur noch das Schweigen... Doch solang noch ein Regiment weitermarschiert, Wird an meinem Wagen die Hoffnung geschmiert! [Solo, rythm ist getting fast] [Refrain] Der Wagen rollt, das Reich brennt nieder, Der Krieg schwärt, er kennt kein Sieger, Ob papst, ob Luther, – mir ist es gleich, Ich bin die Tenderin im brennenden Reich! [Outro] [Getting quiet, Rad quietschen, Trommelwirbel] ...ein echtes Kriegeskind. Der Wagen rollt weiter. Bis zum bitteren Ende.

