Strophe 1) Die Sonne senkt sich in flammendem Gold, über der modernen Welt, der Trubel verrollt. In den Straßen kehrt feierliche Stille ein, die Schatten werden lang im abendlichen Schein. Gedanken wandern, eine Frage brennt schwer: Wo sind die Götter von einst denn nun her? Sind sie gestorben mit dem antiken Tempelstein, haben Zeus, Athene, Poseidon keine Kraft mehr zu sein?  (Refrain) Sie sind nie ausgelöscht, sie schlafen nicht im Buch, sie blicken nicht verstaubt durch einen alten Fluch. Sie wandelten nur Form und steigen von den Höh’n, um tief in unserer eigenen Seele zu steh’n. Im Labyrinth des Fühlens, im menschlichen Bewusstsein drin, weben sie als Urkräfte den ewigen Sinn.  (Strophe 2) Algorithmen und Zahlen bestimmen die Zeit, wir optimieren, funktionieren, sind zur Leistung bereit. Doch im Herzen brennt Sehnsucht, wild und ungezähmt, nach dem, was rationale Logik oft hemmt. Athene schenkt Klarsicht, wenn der Sturm uns bedroht, sie zeigt uns Weitsicht in der heutigen Not. Apollon bringt Harmonie, Heilung und Licht, wo die Kunst durch die graue Monotonie bricht.  (Refrain) Sie sind nie ausgelöscht, sie schlafen nicht im Buch, sie blicken nicht verstaubt durch einen alten Fluch. Sie wandelten nur Form und steigen von den Höh’n, um tief in unserer eigenen Seele zu steh’n. Im Labyrinth des Fühlens, im menschlichen Bewusstsein drin, weben sie als Urkräfte den ewigen Sinn.  (Strophe 3) Dionysos bricht tanzend die starren Mauern entzwei, macht uns vom Alltag und den Masken frei. Und Poseidon zeigt sich, wenn die Emotionen hochschlagen, wir können die Gezeiten der Wut nicht verjagen – doch wir lernen zu schwimmen auf den Wellen der Zeit, im Sturm unseres Herzens, in der Ewigkeit.  (Bridge) Keine Altäre aus Rauch, keine Tempel im Wind, es braucht nur das Wissen, wer wir innerlich sind. Erkenne dich selbst, steht am Orakel geschrieben, lausch' auf das Bauchgefühl, das tief in uns geblieben. Bewahre den Respekt vor der Natur und der Erde, bevor die Hybris uns selbst die Wege verheere.  (Outro) Die Götter des Olymps sind niemals tot, sie atmen in uns bei Abendrot. Die unendliche Geschichte geht weiter und fort, geschrieben von uns, an jedem Ort.