[Intro] Die Bässe vibrieren noch im Ohr, ein sanfter Nachhall aus der Nacht zuvor. Zwei Fremde im Neonlicht verfangen, wo Erwartungen begannen. [Strophe1] Ein Zufall im gedimmten Licht, das zweite Mal, ein neues Gesicht. Aus dem Online-Profil wird plötzlich Haut, ein Lächeln, das die Distanz abbaut. Die Bässe pulsieren, die Menge fliegt, während sich unser Rhythmus ineinander wiegt. Kein langes Abtasten, kein starres Korsett, wir tanzen den Zweifel einfach weg. Deine Hand auf meiner Schulter, so leicht, dass die Skepsis der Sekunde weicht. [Chorus] Und wir liefen am Fluss unter Sternen aus Glas, während die Stadt ihre Sorgen vergaß. Die Lichter spiegelten sich im Asphalt, ein Sommernachtstraum, der uns zusammenhält. Wir haben geredet, die Zeit schien zu stehen, ich dachte, wir würden uns wiedersehen. Ein endloser Dialog im fahlen Schein, du schienst so nah, so ungekünstelt rein. [Strophe 2] Der Club blieb zurück, die Luft wurde klar, wie greifbar die Vertrautheit plötzlich war. Wir teilten Geschichten, tief und unzensiert, als hätten wir uns schon vor Jahren gespürt. Über Gott, die Welt, den Sinn und den Rauch, jeder Satz ein vertrauter Austausch. Die Brückenlaternen warfen Gold auf die Flut, und was ich fühlte, war einfach nur gut. Kein Spiel, kein Kalkül, so schien es mir, ein stummer Pakt zwischen mir und dir. [Chorus] Und wir liefen am Fluss unter Sternen aus Glas, während die Stadt ihre Sorgen vergaß. Die Lichter spiegelten sich im Asphalt, ein Sommernachtstraum, der uns zusammenhält. Wir haben geredet, die Zeit schien zu stehen, ich dachte, wir würden uns wiedersehen. Ein endloser Dialog im fahlen Schein, du schienst so nah, so ungekünstelt rein. [Strophe 3] Der Morgen erwacht, die Magie verblasst, ich tippe die Nachricht, von Sehnsucht erfasst: „Wann sehen wir uns wieder? Das gestern war groß.“ Doch deine Antwort trifft mich im Schoß. Ein digitales Lächeln, höflich und kühl: „Es war schön für den Moment, ein flüchtiges Gefühl. Just for fun, eine Nacht in der Schleife, erwarte von mir keine tiefere Reife. Die Welt ist voll Optionen, das Karussell dreht sich weiter, die nächsten Kontakte warten schon auf der Leiter.“ [Chorus] Und der Fluss fließt weiter unter Brücken aus Glas, während ich schmerzhaft die Wahrheit las. Die Lichter der Stadt sind am Morgen ergraut, ich habe zu früh auf ein Wunder gebaut. Wir haben geredet, die Zeit blieb nicht stehen, du gehst deinen Weg, um andere zu sehen. Ein schöner Epilog im fahlen Schein, ich bleibe am Ufer – und wieder allein.


