
Nach einem Gedicht von Malte Hoyer Wir jagen durch das Leben, als gäb es was zu fangen. Sind ständig auf der Suche nach dem, was wir verlangen. Wir sammeln uns’re Tage wie Münzen in der Hand, und bauen uns’re Träume aus allzu feinem Sand. Wir schauen auf die Uhren, doch sehen nicht die Zeit. Wir sehnen uns nach Nähe in stummer Einsamkeit. Und erst, wenn alles still steht, im fahlen Abendlicht, bemerken wir im Spiegel: Wir spürten uns selbst nicht. Wir jagen durch das Leben, als gäb es was zu fangen. Doch während wir noch suchen, ist unser Tag vergangen. Wir zählen unsere Stunden, als wären sie Gewinn. Und merken erst im Schweigen, wie wenig wir noch sind.

