
[Verse 1] Kinder des Nebels, kommt näher heran, die Berge standen Wacht, als alles begann. In Nächten, tief wie alter Stein, schlich eine Macht durchs Wurzelsein. Fell wie Nacht, Augen wie Glut, ein Schritt aus Schatten, Atem wie Blut. Vier Hufe hallen, wenn er wacht — der Hirte der längsten Nacht. [Pre-Chorus] Er fragt nicht leise, er fragt im Wind: "Was trägst du in dir, Wärme oder Frost, mein Kind?" [Chorus] Kram-pos, Wächter der tiefsten Zeit, der uns im Winter die Wahrheit zeigt. Nicht um zu strafen, nur um zu sehn — ob wir im Dunkel noch Funken stehn. Kram-pos, Spiegel der tiefsten Nacht, der prüft, was unser Feuer macht. Nur wer sein inneres Licht entfacht, hat keine Furcht vor seiner Macht. [Verse 2] Ein Dorf lag stumm wie ein Grab im Schnee, verriegelte Herzen, kein Funken im Weh. Da trat er ein, der Gebeugte im Wind, und sah, was Menschen geworden sind. Ein Blick, ein Atem — und Eis zerbrach, ein Schimmer Hoffnung, der wieder erwacht. Die Stille brach wie altes Holz, und Licht floss heim, trotz aller Schuld. [Pre-Chorus] Er geht durch Schatten und fragt erneut: "Trägst du noch Wärme? Was sagt dein Herz heut!" [Chorus] Kram-pos, Wächter der tiefsten Zeit, der uns im Winter die Wahrheit zeigt. Nicht um zu strafen, nur um zu sehn — ob wir im Dunkel noch Funken stehn. Kram-pos, Spiegel der tiefsten Nacht, der prüft, was unser Feuer macht. Nur wer sein inneres Licht entfacht, hat keine Furcht vor seiner Macht. [Bridge] Hörst du die Glocken im Schweigen der Welt? Fühlst du die Frage, die immer gestellt? Gib einen Funken, teil deinen Schein — und Winter lässt dich nicht allein. [Final Chorus] Kram-pos, Wächter der tiefsten Zeit, prüft unsere Herzen, bereit oder nicht. Und wer sein inneres Feuer zeigt, den führt er heim zum Morgenlicht. Kram-pos, Schatten aus alter Nacht — der nur der Wahrheit seine Ketten macht. Wer Wärme trägt und Güte spricht, vor ihm verliert der Winter sein Gesicht.

