[Verse 1] Es war einmal ein Kind mit rotem Käppchen, das lief allein durch dunkle Wäldchen. Im Korb trug sie Kuchen und Wein, um der kranken Großmutter Freude zu sein. [Chorus] "Oh Großmutter, wieso hast du so große Augen? Als würdest du mich kaum noch ertragen." "Oh Großmutter, wieso sind deine Hände so klein? Sie halten kaum noch Kuchen oder Wein." "Oh Großmutter, wieso ist dein Mund so groß? Als hättest du im Hals einen Kloß." [Verse 2] Als sie durch das Wäldlein ging, sie bald an einer Wiese hing. Sie pflückte Blumen, bunt und zart, da kam der graue Wolf, der dort verharrt und sprach: "Wohin so spät?" "Zur Großmutter", antwortete sie, "die dort lebt." [Chorus] "Oh Großmutter, wieso hast du so große Augen? Als würdest du mich kaum noch ertragen." "Oh Großmutter, wieso sind deine Hände so klein? Sie halten kaum noch Kuchen oder Wein." "Oh Großmutter, wieso ist dein Mund so groß? Als hättest du im Hals einen Kloß." [Verse 3] Ein Jäger kam aus dichtem Tann, der sah das Mädchen, blieb kurz dann. Sie sprach: "Ein Wolf lief durch den Hain, er wollte sicher böse sein." Er zog die Flinte, ohne Wort, und folgte stumm dem Pfad hinfort. [Chorus] "Oh Großmutter, wieso hast du so große Augen? Als würdest du mich kaum noch ertragen." "Oh Großmutter, wieso sind deine Hände so klein? Sie halten kaum noch Kuchen oder Wein." "Oh Großmutter, wieso ist dein Mund so groß? Als hättest du im Hals einen Kloß." [Verse 4] Die Großmutter liegt krank und nett. Rotkäppchen tritt ans weiche Bett. Sie flüstert süß: "Nun iss, sei still" und drückt den Kuchen, bis sie will. Ein letzter Hauch, dann Stille, kalt – der Wind geht leis durch Tann und Wald. [Chorus] "Oh Großmutter, wieso hast du so große Augen? Als würdest du mich kaum noch ertragen." "Oh Großmutter, wieso sind deine Hände so klein? Sie halten kaum noch Kuchen oder Wein." "Oh Großmutter, wieso ist dein Mund so groß? Als hättest du im Hals einen Kloß."


