
Strophe 1 Die Tore stehen offen, als hätten sie gewusst, dass irgendwann noch jemand kommt mit Schatten auf der Brust. Das Blau liegt auf den Mauern wie Frost auf altem Stein, doch hinter dieser Schwelle fängt etwas an zu sein. Rot läuft durch die Gänge, als hätte Licht geblutet, und jeder Meter tiefer sagt mir, dass hier etwas ruft. Pre-Chorus Zwischen Kälte und Verlangen steht die Nacht auf beiden Seiten. Ich könnte einfach draußen bleiben — doch nichts in mir will umdrehen. Refrain Unter der blauen Haut brennt noch ein roter Kern. Etwas zieht mich durch die Mauern, etwas hält mich von mir fern. Unter der blauen Haut liegt ein Feuer ohne Namen. Und ich geh, bis meine Schritte mit dem Echo zusammenfallen. Strophe 2 Die Lampen an der rechten Wand zählen mich nach innen, eine rote Perlenkette für die Dinge, die verschwinden. Der Pfeiler in der Mitte teilt Vergangenheit und Raum, links das, was ich gewesen bin, rechts ein ungeschriebener Traum. Kein Fenster zu den Sternen, kein Himmel über mir, nur Stahl, Beton und dieses Licht — und trotzdem führt es hierher. Pre-Chorus Vielleicht ist jede Grenze nur ein Schatten vor dem Schritt. Vielleicht braucht man die Dunkelheit, damit das Innere spricht. Refrain Unter der blauen Haut brennt noch ein roter Kern. Etwas zieht mich durch die Mauern, etwas hält mich von mir fern. Unter der blauen Haut liegt ein Feuer ohne Namen. Und ich geh, bis meine Schritte mit dem Echo zusammenfallen. Bridge Wenn ich verschwinde, dann nicht ins Nichts. Vielleicht nur tiefer in eine andere Schicht. Wo Blau nicht länger friert und Rot nicht länger warnt, wo alles, was ich eingeschlossen hielt, endlich atmen darf. Finaler Refrain Unter der blauen Haut schlägt noch ein roter Kern. Keine Tür wird mich bewahren, keine Tiefe bleibt mir fern. Unter der blauen Haut wird aus Angst ein neuer Name. Und ich geh durch dieses Leuchten, bis ich selbst zu leuchten wage. Outro Die Tore bleiben offen. Das Blau verliert sein Gewicht. Hinter mir verstummt die Kälte. Vor mir — nur rotes Licht.

